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Presseschau März 1998

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Das Original dieses Artikels erschien am 11. März 1998 in der

Westermann Landesranglisten-Sieger
Philip Radecker landete auf Platz drei

Nicoal Sondermann mußte Lehrgeld bezahlen/
Am Ende reichte es zum zwölften Rang

Für den Nachwuchs der VTR hat sich die Reise nach Varel zur Landesrangliste der Jugend rentiert. Eike Westermann kehr als Sieger zurück, Philip Radecker wurde dritter.

Für Nicola Sondermann lief es leider nicht besonders gut. Gleich in der ersten Runde setzte es gegen Julia Lange eine schmerzhafte 0/0:11 Niederlage. Damit waren erste Träume auf einen Platz im Vorderfeld geplatzt. Nicola fing sich aber schnell und fertigte die zweite Gegnerin 11:0/0 ab. Ihre Grenzen wurde ihr allerdings in der Folge wieder gezeigt und sie kam über Platz 12 nicht hinaus.

Eike Westermann und Philip Radecker wurden ihrer Favoritenrolle absolut gerecht. Beide glänzten in ihren Vorrundenspielen und trafen erst im Halbfinale auf ernstzunehmenden Gegner. Eike bekam es mit Ronny Reichstein (BV Gifhorn) zu tun. Er gestaltete das Spiel sehr schnell und ließ seinem Gegner damit keine Chance, sein variantenreiches Spiel der Täuschung einzusetzen. 15:7/11 hieß es am Ende für Eike. Der Endspielgegner wurde im Spiel Philip Radecker gegen Jan Honerkamp (TuS Gildehaus) ermittelt. Hier trafen Kampfgeist und Spielwitz aufeinander, mit dem besseren Ende für den Spielwitz. Philip gelang es nicht, Honerkamp entscheidend unter Druck zu setzen und er unterlag 9/5:15.

Im Spiel um Platz drei spielte er seinen Kampfgeist aber noch einmal voll aus. Gegen Reichstein gewann er den ersten Satz, zeigte im zweiten aber konditionelle Schwächen. Nach der Pause kam Radecker zurück und ließ Reichstein keine Chance mehr. Eike zeigte im Endspiel alles. Er spielte schnell und sicher. Zwar wirkte Jan Honerkamp gut vorbereitet und konnte einige gute Punkte erzielen, doch gegen die enorme Ballsicherheit von Eike gab es kein Rezept. 15:9/11 und am Ende der Ranglistensieg für Eike Westermann war das Ergebnis.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 11. März 1998 in der

Oldenburg im Doppel Spitze

Bezirksranglistensieg in Arnum an der Seite von Sandra Scharff

Nur wenige Schaumburger Aktive begaben sich nach Arnum, um sich ihren Platz in der Doppelrangliste des Bezirks Hannover zu erkämpfen. Erfolgreich war mit Kerstin Oldenburg aus Hohnhorst nur eine.

War die Einzelrangliste des Bezirks noch schwach besetzt, zeigten die Cracks aus Hannover in den Doppeldisziplinen, wie hoch die Trauben hängen. Im Gemischten Doppel bekamen das die Bückeburger Walter Beißner/Eva Schneeweiß und die Rintelner Sven Aits/Stefanie Battefeld. Beide Paare spielten stark auf, waren er Erfahrung und Spielstärke der besten meist unterlegen und trafen zum Ende des Turniers aufeinander. Drei Sätze dauerte die Partie, in der Beißner/Schneeweiß das bessere Stehvermögen bewiesen und sich Platz neun sicherten.

Im Doppel lief es dann für Sven Aits gar nicht mehr. Ausgelaugt wollte ihm an der Seite von Stefan Engler nicht ein Sieg gelingen. Besser lief es da für Lars Ottawa/Andreas Jeschke. Beide waren mit ihrem 8. Platz sehr zufrieden. Schließlich hatten streckenweise auch gegen Paarungen höherer Spielklasse gut ausgesehen und vor allem immer vorbildlich gekämpft.

Über den Kampf kam auch Kerstin Oldenburg aus Hohnhorst ins Spiel. Gemeinsam mit Sandra Scharff aus Nienburg bestritt sie eine sichere Vorrunde. Im ersten Spiel der Finalrunde trafen beide auf Meike Karwald/Kerstin Jörns (Hannover 96). In einem kampfbetonten Spiel ging der erste Durchgang in der Verlängerung verloren, Satz zwei wurde gewonnen und nach mehr als einer Stunde Spielzeit kamen Oldenburg/Scharff völlig erschöpft als Siegerinnen von Feld. Die Kraft reicht allerdings noch, um Nina Nonnenberg/Marina Gelse glatt in zwei Sätzen zu bezwingen und damit Platz eins der Rangliste zu belegen.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 19. März 1998 in der

Kerstin Oldenburg und Sandra Scharff gewannen den Bezirkspokal im Damendoppel

Zwei Titel, ein zweiter und zwei dritte Plätze lautet die hervorragende Bilanz der Schaumburger Aktiven beim diesjährigen Pokalturnier des Bezirks Hannover. Für die Glanzlichter sorgten Kerstin Oldenburg und Lars Ottawa.

In der höchsten Spielklasse trat die Hohnhorsterin Kerstin Oldenburg gemeinsam mit Sandra Scharff aus Nienburg im Doppel an. Leider war die Beteiligung sehr gering, sodass ein einziges Spiel gegen die Jugendlichen Fait/Brandt den leichten Titelgewinn bedeutete. Erheblich aufwendiger ging es für Oldenburg im Mixed zu. An der Seite des für Wunstorf spielenden Christian Rudat ging es gegen die versammelte Landesligaelite. Zwei starke Paarungen vom Gastgeber TSV Neustadt konnten beide unerwartet deutlich gewinnen und auch die Nachwuchspaarung Richter/Scharfenberg stellte keine Hürde dar. Im Match um den Titel ging es gegen Carsten Büsing/Marina Gelse (TuS Wunstorf), ein Paar, das Rudat aus vielen Trainingsspielen gut bekannt war. Durchgang eins ging knapp 15:11 an Büsing/Gelse, den zweiten Satz sicherten sich Rudat/Oldenburg 15:7. Im Verlängerungssatz schenkten sich beide Teams nichts, spielten druckvoll und ballsicher, mit dem besseren Ende für Büsing/Gelse, die sich nach 18:14 im dritten Satz den Bezirkspokal holten.

Christian Rudat stritt im Doppel gemeinsam mit dem Rintelner Nachwuchsspieler Philip Radecker weiter. In zwei Sätzen bezwangen sie die Wunstorfer Büsing/Scherf, verloren dann aber gegen die Neustädter Bethe/Mundtkowski glatt 9/10:15. In der Trostrunde entwickelte sich gegen die Delmenhorster Hoppe/Höveling ein spannendes Match, in dem Radecker/Rudat vor allem durch ihre gute Abwehrleistung 18:17/15:12 die Oberhand behielten und damit um Platz drei spielen konnten. Gegen die Neustädter Bethe/Schröder war die Hoffnung auf einen Sieg allerdings eher klein. Die Favoriten zeigten sich aber wenig motiviert und von den vorangegangenen Spielen deutlich geschwächt. Sie gewannen zwar den ersten Satz, doch Rudat und Radecker kämpften verbissener, kamen dabei immer besser ins Spiel und gewannen Durchgang zwei. Im Entscheidungssatz schien zunächst alles in geordneten Bahnen zu verlaufen. Die Neustädter erspielten sich eine klare 12:6 Führung konnten das Spiel aber nicht beenden. Rudat/Radecker kämpften sich zurück und gewannen 15:12.

In der C-Klasse setzten sich die Akteure aus Rinteln vor allem im Gemischten Doppel in Szene. Mirja Nacke und Andreas Jeschke hatten allerdings einen schweren Start. Ohne Harmonie flogen im ersten Spiel 12:15/13:18 aus der Hauptrunde. Die Platzierungsrunde war dann aber ihr Ding. Zwei leichte Siege zu Beginn festigten Moral und Kampfgeist: Jeschke/Nacke ließen sich nach dem Verlust des ersten Satzes gegen die Seelzer Stroh/Krätschmann nicht aus der Ruhe bringen und gewannen die folgenden Sätze 18:15. Im Spiel um Platz 3 gegen Jahn/Rahn (Groß Buchholz) ging wieder der erste Satz verloren, doch Jeschke/Nacke kämpften verbissen und holten sich 15:8/13 den dritten Rang.


Mirja Nacke und Andreas Jeschke feierten mit Platz drei im Mixed ihren ersten gemeinsamen Erfolg auf Bezirksebene.

Lars Ottawa spielte gemeinsam mit Sandra Scharff aus Nienburg ein makelloses Turnier. In Runde eins noch mit Problemen und ein verkrampften 15:8/9 war der Weg ins Finale frei von Stolpersteinen: 15:2/1 gegen Rahn/Jahn und 15:0/3 gegen Stroh/Krätschmann. Im Endspiel mussten Ottawa/Scharff alles geben. Der erste Durchgang gegen Müller/Dreyer (Altwarmbüchen) ging 12:15 verloren, weil die Abstimmung nicht richtig funktionierte. Eine kleine Absprache zu Beginn von Satz zwei war aber genug, um mit 15:8/4 noch deutlich zu gewinnen. Lars Ottawa zeigte nach langer Durststrecke, was er noch leisten kann und betrachtet diesen Titel als einen kleinen Neuanfang.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 19. März 1998 in der

Guido Radecker Zweiter

In Drage/Stove bei Hamburg wurde die 1. NBV-Rangliste der Schüler ausgespielt. Die jungen Talente aus Rinteln haben auf Landesebene bereits einen Ruf zu verteidigen und taten dies eindrucksvoll.

Stefanie Aits gehört in de Altersklasse U15 noch zu den Jahrgangsjüngeren und von ihr wurden seitens der Trainer keine Top-Platzierungen erwartet. Dass sie am Ende mit Platz 9 sehr gut dasteht, ist erfreulich, vor allem, weil sie streckenweise schon zeigte, dass sie zu mehr in der Lage ist. In einigen Spielen ging sie leicht in Führung, ohne jedoch das letzte Stehvermögen unter Beweis zu stellen. In Zukunft wird mit ihr jedoch zu rechnen sein.

Für Andres Westermann ging es quasi gegen alle. Als Jahrgangsälterer in U11 gehört es zu den gejagten und wehrte sich bis zum Halbfinale hervorragend. 15:1/5 gegen Müller und 15:2/12 gegen Küppers, das war ein starker Beginn. Im Halbfinale allerdings hatte Andres zunächst die Netzkante und dann die eigenen Nerven gegen sich. Fahrig und lautstark verlor er gegen Matthias Kolbe 4/4:15. Die Wut im Bauch verhalf ihm letztlich aber noch zu Platz 3, denn beim 15:5/2 Sieg hatte sein Gegner Jan Rückert nicht den Hauch einer Chance.

Unbeschwert konnte Guido Radecker aufspielen. Er zählt in U13 noch zu den Jüngeren, zeigte sich davon aber unbeeindruckt. Leicht waren seine ersten Spiele allerdings nicht. Doch das neue Lieblingskind von Landestrainer Hans-Werner Niessner kämpfte sich von Erfolg zu Erfolg. In Daniel Korn fand er dann im Endspiel seinen Meister. Auf die Frage hin, wie viel Punkte er wohl bekommen könnte, sagte Guido: "Wenn beide ihr bestes Spiel zeigen, werde ich nicht mehr als 6 Punkte pro Satz bekommen." So äußerte sich auf sein Gegner und beide lagen richtig, was zeigt, wie gut sich die jungen Talente bereits einzuschätzen wissen. 15:6/7 hieß es am Ende gegen Guido, der damit Platz 2 belegt.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 19. März 1998 in der

Förderverein soll den Leistungssport fördern

Andreas Jeschke 1. Vorsitzender

Die Vereinslandschaft Rintelns hat ein neues Kind: Mitglieder der Badminton-Abteilung der VTR hoben einen Förderverein aus der Taufe, der vor allem den Leistungsbereich unterstützen soll. "Die Möglichkeiten, die dem Badmintonsport allein aus den Mitteln einer Sparte zur Verfügung stehen, sind sehr begrenzt", so Lars Ottawa, Ideengeber und 2. Vorsitzender des Fördervereins. "Um im Leistungsbereich nicht als Eintagsfliege zu enden, benötigen wir in erster Linie finanzielle Mittel. In Zusammenarbeit mit Unternehmen, die, wie der Badmintonsport in Rinteln, überregionalen Bereich aktiv sind, wollen wir unsere Stadt zu einer der Badmintonhochburgen Niedersachsens machen".

Vorbilder dafür gibt es reichlich: ohne ihre Fördervereine wäre es den Seniorenmannschaften aus Gildehaus oder Gifhorn nicht gelungen, in die 2. Bundesliga aufzusteigen. Für die Rintelner geht es aber viel mehr um die Talentförderung. Eike Westermann sowie Philip und Guido Radecker sollen als die ersten Schritte in eine neue Richtung betrachtet werden. Der Förderverein soll die dazu nötigen Mittel beschaffen und so auch dafür sorgen, dass innerhalb der VTR der Breitensport nicht in den Hintergrund gerät. Andreas Jeschke, Gisela und Lars Ottawa, Tim Krüger, Stefan Engler, Sven Aits und Heiko Stark wollen gemeinsam dafür eintreten.

Stefan Engler