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Presseschau Juli 1998

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Das Original dieses Artikels erschien im Juli 1998 in der

18. Rintelner Pokal Turnier war ein voller Erfolg

Das 18. Rintelner-Pokal-Turnier war ein voller Erfolg. Die Organisatoren um Lars Ottawa wickelten die 340 Spiele vorbildlich ab, auch wenn man dem Zeitplan wie im letzten Jahr hinterherlaufen musste.

Mit 240 Teilnehmern war das Turnier das größte in Niedersachsen und zudem ausserordentlich gut besetzt. Aktive aus den Top-Ten Niedersachsens und Nordrhein-Wesfalens, dazu drei Jugendnational- und erfahrene Ligaspieler bevölkerten die A-Klasse. In dieser Klasse gab es auch die größten Erfolge für Schaumburger Aktive.

Marina Gelse, die in dieser Saison von Wunstorf nach Hohnhorst wechselte, spielte an der Seite von Iris Bardenhorst (TuS Gildehaus) ein starkes Turnier. Über zwei Gruppenspiele kamen die beiden ins Halbfinale, in dem sie auf die Vorjahressiegerinnen Schulz/Oestmann (Delmenhorster FC) trafen. Es entwickelte sich ein Match, an dem die Zuschauer über 90 Minuten lang ihre Freude hatten. Oestmann/Schulz gewannen den ersten Satz 17:15. Schnelles und druckvolles Spiel von Gelse/Bardenhorst führte allerdings zum Satzausgleich. Nach diesen Sätzen waren alle Spielerinnen bereits deutlich gezeichnet, mussten aber noch den Entscheidungssatz ausspielen. In diesem behielten Oestmann/Schulz mit 15:11 die Oberhand. Gelse/Bardenhorst mussten im Anschluss noch einmal über drei Sätze gehen, unterlagen im Spiel um Platz drei allerdings erneut. Marina Gelse hatte tags zuvor im Mixed an der Seite von Jörg Feierabend (Bad Oeynhausen) ebenfalls den Einzug ins Halbfinale geschafft. Sie ließen sich beim 3:15/15:18 gegen Schröder/Schaper deutlich den Schneid abkaufen. Ebenfalls im Halbfinale kam das Aus für Silke Oldenburg aus Hohnhost. Gemeinsam mit Ingo Kindervater unterlag sie den Vorjahressiegern Eilers/Schulz in zwei Sätzen. Im kleinen Finale sicherte sich dann der Hohnhorster Neuzugang Gelse mit ihrem Partner Platz drei.

Für die größte Überraschung der A-Klasse sorgte der Rintelner Christian Rudat. Das Doppel mit Matthias Krawietz (Hannover 96), Mitglied des erweiterten Nationalkaders, schlug im Viertelfinale die Vorjahresersten Eilers/Behrens (Delmenhorst) unerwartet glatt 15:6/8. Im Halbfinale gegen Schlömp/Thunrey (Minden/Northeim) gewannen sie den ersten Satz 15:10, doch danach setzte sich der Jugendnationalspieler Patrik Thunrey hervorragend in Szene und markierte im zweiten Satz die entscheiden Punkte gegen Rudat/Krawietz. Im Entscheidungssatz wendete sich das Blatt nicht mehr und Rudat/Krawietz verloren 11/6:15. Sie erbten allerdings Platz drei von den nicht mehr spielbereiten Krome/Hegemann.

Die C-Klasse war fest in der Hand der Aktiven aus Nordrhein-Westfalen. Die Spieler des PSV Herford sicherten sich 3 der fünf möglichen Titel und belegten im Herreneinzel zudem die Plätze 3 und 4. Damit gewannen sie auch die Mannschaftswertung. Für Schaumburg spielten sich nur die Hohnhorsterinnen Andrea Dohmeier/Sandra Pfaffe in die Siegerliste. Sie belegten nach der Halbfinalniederlage gegen die späteren Siegerinnen Bracht/Bohle noch Platz vier.

In der D-Klasse erspielte sich das Hamelner Ehepaar Freiwald/Freiwald einen hervorragenden zweien Platz, war im Endspiel aber chancenlos. Anette Thiel vom VfL Hameln belegte mit ihrem Partner Axel Sperber Platz vier. Im Damendoppel zog Anette Thiel mit ihrer Partnerin Sina Angermann nach einem klaren Halbfinalerfolg ins Endspiel ein. Gegen Krömer/Brodersen behielten sie in beiden Sätzen immer die Kontrolle und siegen 15:12/12. Marlies Athmer aus Lauenau setzte sich vor allem kämpferisch in Szene. Als Gruppenerste wurde sie ihrer Favoritenrolle im Halbfinale aber nicht gerecht. Sie unterlag der späteren Siegerin Schröder klar, sicherte sich aber nach 11:6/1 über Köther noch Platz drei.

Was nach dem Turnier bei den Organisatoren blieb, war die Einsicht, dass sich im kommenden Jahr etwas ändern muss. "Wir werden mit der D-Klasse wohl zunächst die vermeintlich schwächste Spielklasse wegfallen lassen", meint Lars Ottawa, Cheforganisator der VTR. "Der Spitzenbereich ist in den letzten Jahren derart angewachsen, dass wir das Turnier für diese SpielerInnen noch attraktiver gestalten wollen und das geht nicht, wenn wir durch das enorm große Teilnehmerfeld gezwungen sind, ausschließlich einfaches K.O.-System zu spielen. Wer davon ausgehen kann, nur ein Spiel in zwei Tagen zu haben, der wird sich überlegen, ob er noch einmal nach Rinteln kommt."

Stefan Engler