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Presseschau Januar 1999

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Norddeutesche Meisterschaft Jugend Punktspiele Senioren

Das Original dieses Artikels erschien am 20. Januar 1999 in der

Westermann Norddeutscher Meister

Doppeltitel an der Seite von Tim Dettmann/
Philip Radecker zweimal Dritter

Eike Westermann ist Norddeutscher Meister im Doppel. Gemeinsam mit Tim Dettmann aus Berlin siegte er in Winsen/Luhe. Philip Radecker wartete mit zwei hervorragenden dritten Plätzen auf und qualifizierte sich ebenfalls für die Deutschen Titelkämpfe.

Guido Radecker war der dritte im Bunde des Rintelner Teams. Er musste sich als Jahrgangsjüngerer der Konkurrenz in UIS erwehren. Im Einzel kam aber bereits in der zweiten Runde gegen Lars Borowski das Aus. Im Doppel mit Matthias Redlich brachte er es allerdings bis ins Achtelfinale. Das Paar unterlag Düring/Borowski in zwei Sätzen, hinterließ bei den Trainern allerdings einen guten Eindruck. So führen Radecker/Redlich die Nachrückerliste zur Deutschen Meisterschaft an und haben gute Chancen, zum Team der Gruppe Nord zu stoßen.

Philip Radecker knüpfte nahtlos an die Leistungen des Vorjahres an. Im Mixed mit Stefanie Schaper (Hannover 96) an Position vier gesetzt hätte es nach ihrem leichten Sieg in Runde zwei fast zur ersten Sensation des Turniers gereicht. Radecker/ Schaper gewannen im Viertelfinale den ersten Satz gegen die klaren Favoriten Dettmann/Bölter 15:8. Doch die Kraft reichte nicht. Tim Dettmann setzte sich in der Folge immer besser in Szene und übernahm im Alleingang die Kontrolle über das Spiel, das Radecker/Schaper dann 4:15/ 3:15 abgehen mussten. "Wir hatten das schwerste Halbfinale", kommentierte Radecker das Match. "Die Paarungen des anderen Halbfinals haben wir beide bereits geschlagen, aber Platz drei ist trotzdem ein Erfolg."

Zumal Radecker auch in Einzel auf Rang drei kam. Dabei kaufte er wieder Eike Westermann den Schneid ab, der nach seiner lange Verletzungspause immer noch Trainingsrückstand hat und in Runde zwei ausschied. Radecker dagegen setzte sich durch und traf in Achtelfinale wieder auf Tim Dettmann. Diesmal behielt er die Oberhand, weil er sehr sicher agierte und mit seinem schnellen Spiel Dettmann nicht zur Entfaltung kommen ließ. Der 15:3/15:13-ErfoIg war eine handfeste Sensation. Im Halbfinale reichte dann aber die Kraft nicht mehr.

Eike Westermann konnte im Doppel ganz auf seinen Partner vertrauen Mit Tim Dettmann an seiner Seite spielte er befreit auf und zeigte, wozu er in der Lage ist. Die beiden waren die klaren Favoriten und beherrschten Ihre ersten Gegner entsprechend. Im Halbfinale erwiesen sich Kämmer/Droste allerdings als harter Brocken. Den ersten Satz gewanne Dettmann/Westermann noch 15:12, unterlagen aber in Satz zwei 9:15. Den dritten Durchgang konnten sie aber wiederum 15:12 für sich entscheiden und spielten dann sicher weiter. 15:7/17:15 im Endspiel über Honerkamp/SchIüter, ein klarer Sieg, bei dem im zweiten Satz zwar eine 11:3 Führung noch einmal verspielt wurde, Westermann/Dettmann aber eigentlich nie Gefahr liefen, das Match aus den Händen zu geben.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien im Januar 1999 in der

Jubel
VT Rinteln feiert Aufstieg in die Landesliga und Bezirksoberliga

Trauer:
Landesligis Germania Hohnhorst verpaßt zum zweiten Mal den Aufstieg

Nachdem die VT Rinteln bereits seit Jahren für eine hervorragende Jugendarbeit bekannt ist, trägt diese jetzt auch die ersten Früchte bei den Senioren. Sowohl die erste Mannschaft in der Bezirksoberliga als auch die zweite Mannschaft in der Bezirklasse schafften den Aufstieg. Dabei musste die Erstvertretung am letzten Spieltag in Langenhagen noch zittern. Einen Punkt Vorsprung hatten Lars Ottawa und Co. gegenüber Langenhagen, doch die zwei klaren Siege über Hohnhorst 2 und die SG Eilsen/Bückeburg schufen, zumindest was die Tabelle anging, klare Verhältnisse.

Doch dann kam der Schock:
Die Mannschaft des SC Weyhe sollte aus der Staffel gestrichen werden. Damit wäre auch die Niederlage des SC Langenhagen gegen dieses Team hinfällig gewesen. Langenhagen hätte dann einen Punkt Vorsprung auf die Rintelner gehabt. Welche Entscheidung jetzt am "Grünen Tisch" gefällt wurde, war bis Redaktionsschluss nicht festzustellen. Lars Ottawa, Betreuer des Rintelner Teams, geht aber davon aus, dass an der Tabelle nichts mehr geändert wird und Rinteln damit aufsteigt. Eike Westermann, Sven Ottawa, Christian Rudat, Lars Ottawa, Tim Krüger, Angelika Peddinghaus und Mirja Nacke haben damit ihr Saisonziel erreicht.

Solche Probleme hatte die VT Rinteln 2 nie. Vor dem letzten Spieltag brauchte man nur noch einen Punkt aus den Match gegen Hohnhorst 3. Das Hinspiel endete 8:0 für Rinteln. Siegessicher betrat das Team um den verletzt fehlenden Philip Radecker daher mit goldenem Haar die eigene Halle und schlug Hohnhorst 7:1. Das zweite Spiel gegen den Verfolger Schwalbe Hannover war dann nicht mehr von Bedeutung. Dennoch siegte Rinteln 5:3 und behielt deshalb bis zum Schluss eine weiße Weste. Ohne Verlustpunkt steigt die VTR-Vertretung in die Bezirksoberliga auf.

Knapp gescheitert ist dagegen der TuS Germania Hohnhorst in der Landesliga. Vor dem letzten Spieltag lag die Mannschaft punktgleich mit Pennigsehl auf Rang eins, doch nach dem Sieg Pennigsehls gegen Wettbergen war die Entscheidung gefallen, denn der Vorsprung Pennigsehls war zu groß geworden und niemand mochte an eine Niederlage gegen Barsinghausen glauben. Hohnhorst holte zwar noch einmal drei Punkte und bleibt damit Tabellenzweiter, verpasste aber zum zweiten Mal hintereinander den Aufstieg knapp. Für die nächste Saison stehen die Vorzeichen bislang schlecht, wie Ralf Oldenburg, Pressesprecher des Vereins weiß: "Ulf Fildebrandt hat sich beruflich verändert und steht nicht mehr zur Verfügung und Marina Gelse verlässt den Verein wieder in Richtung Wunstorf. Vor allem Ulf Fildebrandt wird uns sehr fehlen."

Stefan Engler