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Presseschau Februar 1999

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Das Original dieses Artikels erschien im Februar 1999 in der

Stadthagen verpasste Relegation

Aus eigener Kraft wollte der VfL Stadthagen in der 2. Kreisklasse wenigstens die Relegation erreichen, doch das Team von Dieter Weihmann wurde auf der Ziellinie abgefangen.

Als einziges Schaumburger Team hatte der VfL Stadthagen eine Aufstiegschance. Alle anderen Klassen auf Kreisebene wurden eindeutig von der Mannschaften aus Hameln/Pyrmont dominiert. Dieter Weihmann war sich der Stärke seiner Mannschaft bewusst, doch die nominell zur Verfügung stehenden neun Herren und drei Damen versammelten sich erst am 3. Spieltag vollzählig. So musste Stadthagen sogar zwei Spiele kampflos abgeben. Danach gab es nur noch eine Niederlage gegen den TSV Groß Berkel.

Ärgerlich, dass aber mit Hilligsfeld 2 und Bad Münder 3 zwei Teams an der Spitze stehen, die man im Saisonverlauf geschlagen hatte. So setzte das Stadthäger Team am letzter Spieltag noch einmal alles auf Sieg und bezwang Bückeberge 1 und 2 jeweils 6:2. Die Pflicht war also erfüllt. Hilligsfeld 1 unterlag gegen Groß Berkel und ist damit Punktgleich mit Stadthagen. Bad Münder III schloss mit dem Sieg gegen Groß Berkel zum Spitzenduo auf und setzte sich aufgrund des besseren Satzverhältnisses vor Stadthagen, das damit nicht für die Relegation qualifiziert ist. Letzter Hoffnungsschimmer ist der Verzicht Bad Münders auf die Relegationsspiele.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien im Februar 1999 in der

Eike Westermann im Viertelfinale gestoppt

Der Rintelner Eike Westermann und sein Berliner Doppelpartner Tim Dettmann haben bei den in Langenfeld ausgespielten Deutschen Meisterschaften das Viertelfinale erreicht.

Damit setzt Eike Westermann einer durchwachsenen Saison ein versöhnliches Ende. Verletzungssorgen hatten Eike Westermann über das vergangene Jahr begleitet. Die Trainingsrückstände wurden immer größer, bis zur Landesmeisterschaft, bei der er sogar seinen Trainingspartner Philip Radecker an sich vorbei lassen musste.

Die Möglichkeit, mit dem starken Berliner Tim Dettmann auf norddeutscher Ebene ein Doppel zu bilden, gab Westermann neuen Auftrieb. Gemeinsam mit dem Angehörigen des Nationalkaders wurde Westermann Norddeutscher Meister im Doppel und belegte Platz fünf der Deutschen Rangliste. Damit war auch eine gute Ausgangsposition für die nationalen Titelkämpfe geschaffen. Über das Viertelfinale kamen die beiden allerdings nicht hinaus.

In der ersten Runde bezwangen sie Matthias Bilo/Philip KnoII (Langenfeld/Lüdinghausen) klar, auch wenn der zweite Satz verloren ging. Doch im zweiten Spiel kam das Aus. Dem druckvollen Spiel von Florian Schiffmann/Marel Reuter (Hüschenhausen/Wiebelskirchen) hatten Westermann/Dettmann nicht viel entgegen zu setzen.

Eike Westermann zeigte sich aber gegenüber dem vergangenen Jahr deutlich verbessert und hat, sofern von Verletzungen verschont, gute Aussichten auf die Saison 1999/2000.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 17. Februar 1999 in der

Ottawa auf Platz 4

Sven Ottawa holte sich bei der Bezirksrangliste den vierten Platz.

In den ersten drei Spielen zeigte Ottawa die Erfahrung, die er vor allem in der Landesligazeit beim TuS Germania Hohnhorst gesammelt hat. Die beiden Jugendlichen Litzkuhn (Nienburg) und Kaffke (Wunstorf) und auch Bernd Kohlenbach (Berenbostel) waren ohne Chance. Ottawa zog mit minimalem Aufwand im Halbfinale ein.

Hier kam es zum Aufeinandertreffen der vermeintlich Stärksten des Feldes. In Andre Sudhop hatte Ottawa den erwartet harten Gegner. 9:15 gab Ottawa Durchgang eins ab und gewann Satz zwei 15:4. Die Kondition ließ nach. Gegen Mathias Debarry (Limmer) ging Ottawa noch einmal über drei Sätze, gewann dieses Spiel und gab dann im Spiel um Platz drei entkräftet auf.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien im Februar 1999 in der

Große Defizite in der Jugend-Förderung

Die Spielkreise Schaumburg und Hameln/Pyrmont müssen Stützounkte eintichten

Die Förderung für den Badmintonnachwuchs im Landkreis Schaumburg liegt brach. Während einzelne Vereine sich durch gute Arbeit im Schülerbereich ihre Lorbeeren verdienen, zeigt sich im Bereich der Jugendlichen ein großes Loch.

Allein die VT Rinteln nahm in der Bezirksklasse an der Punktspielrunde teil. Die Mannschaft um die Leistungsträger Nicola Sondermann und Hans Taube belegte Rang drei in der Abschlusstabelle hinter dem souveränen Meister Diepholz und HoItorf. Ohne Nikola Sondermann, die kein Match verlor, hätte sich die VTR-Jugend am Tabellenende wiedergefunden.


Das Rintelner Jugendteam: Fabian Korte (h.v.l.), Marcel Luka, Jerome Kemker, Michael Wöbse, Thorsten Groß, (v.v.l.) Anne Lampe, Hans Taube und Nicola Sondermann

Es wurde deutlich, dass im Trainingsbereich über einige Jahre weniger konsequent gearbeitet wurde, als dies heute der Fall ist. Doch solange die VT Rinteln in der konsequenten Förderung ihres Nachwuchses allein dasteht, wird weiterhin kein gutes Licht auf den Kreis fallen.

Abhilfe könnte da ein Projekt schaffen, das der Bezirk Hannover bereits vor zwei Jahren plante und das in den Kreisen Nienburg und Diepholz mittlerweile über die Planungsphase hinaus ist. Ein zentraler Stützpunkt soll spielstarke Schüler bis 12 Jahre einmal in der Woche auf die Aufnahme in den Bezirkskader vorbereiten. Die Voraussetzungen dafür sind auch im Landkreis Schaumburg nicht schlecht. Es gibt in den Vereinen ausreichend viele ausgebildete Trainer, die sich an einem solchen Stützpunkt beteiligen könnten. Was als Problem bleibt, ist die Finanzierung. Zwar übernimmt der Bezirk einen Kostenanteil, doch zwei Drittel der Kosten müssen durch die Kreise getragen werden.

Vielleicht sollten die Kreise Schaumburg und Hameln/Pyrmont, die den Punktspielbetrieb gemeinsam durchführen, einmal ernsthaft über dieses Projekt nachdenken.

Stefan Engler