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Presseschau Januar 2000

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Schulprojekt VTR Norddeutsche Meisterschaft Jugend Punktspiele Senioren

Das Original dieses Artikels erschien in der 2. Woche 2000 in der

Orientierungsstufe einmal anders

Die OST Süd nutze Ende des vergangenen Jahres spontan eine neue Initiative der VTR aus. In Kooperation mit dem Sportverein bot die Sportlehrerin Eikmeier zwei ihrer Klassen die Möglichkeit, Sport direkt aus dem Übungsbetrieb und vor allem vom Sportartprofi zu lernen. Für beide Seiten war dieser erste Versuch der Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein ein voller Erfolg.

Auf Seiten der VTR übernahm einmal mehr die Badmintonabteilung die Vorreiterrolle. Die frisch gebackenen Übungsleiter Stefan Frühmark und Silke Möhlenbein hatten bereits mit ihrer Idee eines Schnupperkurses für Erwachsene für Wirbel im Verein gesorgt und großen Erfolg gehabt. Die Zusammenarbeit mit der Schule gestaltete sich dann aber doch schwieriger als erwartet. Zwar waren die Lehrer schnell für die Idee einer AG zu begeistern, doch die Organisationsarbeit kam nicht recht voran. Beiden Seiten entschlossen sich dann, zunächst zwei Klassen der Orientierungsstufe Süd über einen Zeitraum von sechs Wochen an den Badmintonsport heranzuführen. "Wir hätten lieber eine AG für ein halbes Jahr angeboten", erläuterte Frühmark die urprünglichen Ideen. "Dann wären auch Fördermittel vom Land geflossen, die so leider ausblieben." Als ersten Test bewerten aber beide Seiten die gewählte Format gut. "Wir hatten so zwar keinen Raum für echtes Badmintontraining, konnten den Kindern aber doch einiges zeigen und haben vor allem den Spaß vermittelt. Außerdem war der Blick in die Schule von der anderen Seite sehr lehrreich."

Die Kinder selbst waren mit Feuereifer bei der Sache und machten das Beste aus den für Badminton engen Platzverhältnissen der Sporthalle. Doch für die weiteren Planungen haben alle Seiten schon gelernt. Allen guten Erfahrungen zum Trotz gilt aber letztlich doch eine AG als beste die Form der Kooperation. Beide Seiten haben dann mehr Zeit, aufeinander einzugehen und voneinander zu lernen. Auch die Förderung durch das Land spielt dann eine wichtige Rolle.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien in der 9. Woche 2000 in der

Radecker Brüder trumpfen auf

Spitzenergebnisse bei Norddeutscher Meisterschaft

Halbfinalplätze im Abonnement für die Brüder Philip und Guido Radecker scheinen selbst auf Norddeutscher Ebene kein Problem mehr zu sein. Für Philip sprang immerhin ein Platz auf dem Treppchen heraus, Guido darf sich dagegen mit Meisterehren schmücken.

Im Einzel U19 lief es für Philip Radecker zunächst nicht so gut. Er zeigte zwar in der Vorrunde eine gute Leistung, mußte sich aber gleich im ersten Spiel der Hauptrunde geschlagen geben. Besser verlief die Mixed-Konkurrenz. Gemeinsam mit Stefanie Schaper spielte sich Radecker mit klaren Erfolgen, zuletzt 15:4/9 über die Berliner Lehmann/Saibert, ins Halbfinale. Dort lieferten sie den an Position eins gesetzten Nelte/Eckhardt ein packendes Match, mussten sich aber 12/12:15 geschlagen geben.

Das Mixed U15 von Guido Radecker und Simone Peters lief noch besser. Das Paar war an Position eins gesetzt und unterstrich im ersten Match seine Favoritenrolle eindrucksvoll. Doch im Halbfinale galt es mit Bendorff/Piske (Brandenburg) eine harte Nuss zu knacken. Den ersten Satz gewannen Radecker/Peters noch klar, konnten im zweiten Durchgang aber ihre Linie nicht halten. Durch die Trainer in der Pause vor dem Entscheidungssatz gut eingestellt ließen die dann aber nichts mehr anbrennen und entschieden den dritten Durchgang 15:3 für sich. Im Finale fanden sie aber gegen die starken Schultz/Hoffmann kein rechtes Mittel. Die Partie verlief zwar sehr ausgeglichen, doch letztlich verloren Radecker/Peters unglücklich 13/13:15.

Glanzleistungen zeigte Guido dann in der Einzelkonkurrenz. Dabei stand er aber schon in der ersten Runde vor dem Aus. 9:15 gab er den ersten Satz gegen den Hamburger Mertens ab. Doch er wollte sich keine Blöße geben und riß das Match herum. Danach gab es für seine Gegner nur noch Lehrstunden. Piske und Streese wurden im Schnelldurchgang abgefertigt. Vor allem im Spiel gegen Streese zeigte Radecker bestes Badminton. Beim 15:0/2 hatten sogar die Trainer gut Lachen und bescheinigten Radecker ein fehlerfreies Spiel. Als starker Gegner erwies sich nur Sascha Klems (Brandenburg). Radecker gewann zwar den ersten Satz klar 15:7, hatte danach aber konditionell nichts mehr zuzusetzen. Er spielte im zweiten Durchgang nur noch mit, ohne eigene Akzente zu setzen Der Satz ging 16:17 verloren. Nach der Pause hatte sich Radecker aber wieder im Griff und siegte letztlich klar 15:7 im dritten Satz zum Norddeutschen Titel.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien in der 4. Woche 2000 in der

Titel für TuS Hohnhorst

Kopf an Kopf bis zum Ende. Und das Ende für die Landesligamannschaft des TuS Germania Hohnhorst war süß. Mit nur zwei Spielen Vorsprung sicherte sich das Team den ersten Platz und damit den Aufstieg in die Niedersachsenliga. Ebenfalls als Aufsteiger steht die zweite Mannschaft der VTR fest: die Bezirksligamannschaft tritt in der nächsten Saison in der Bezirksoberliga an.

Beim Gastspiel in Göttingen gab die Mannschaft aus Hohnhorst noch einmal alles. Ein schlechtes Ergebnis hätte einen Absturz auf den vierten Tabellenplatz bedeuten können. Und immerhin mußte man sich noch gegen den Verfolger Salzgitter durchsetzen. Knapp ging es zu, doch die Hohnhorster sicherten sich durch Siege im Damendoppel, im 1. und 2. Herreneinzel und im abschließenden Mixed das Unentschieden. Gegen den Gastgeber kam das Team dann zu einem klaren 7:1 - mehr war nicht drin, jetzt galt es auf die Ergebnisse aus Gifhorn zu warten. Auch Gifhorn ließ einen Punkt gegen Hannover 96 und schaffte gegen Nordstemmen nur ein 5:3. Das war genug für Hohnhorst, die mit ganzen zwei Spielen Vorsprung die Sektkorken knallen lassen konnten.

In der Verbandsklasse hat die VTR noch einmal vier Punkt geholt. Siege über Wunstorf und Barsinghausen sorgten noch einmal für Versöhnung, doch was bleibt ist wohl die Enttäuschung über den nicht geschafften Aufstieg. Die zahlreichen Verletzungen konnte das Team nicht mehr kompensieren und mußte deshalb Hildesheim den Vortritt lassen.

In der Bezirksoberliga wird es in der kommenden Saison ein neues Gesicht geben. Zum zweiten Mal in Folge schaffte die zweite Mannschaft der VTR den Aufstieg in die nächste Klasse. In diesem Jahr kann man zwar keine Weiße Weste vorweisen, doch der Vorsprung, den das Team hat, ist atemberaubend. Am vorletzten Spieltag machten die Rintelner bereits alles klar, schlugen den TuS Syke und die SG Diepholz und sicherten sich vorzeitig den Titel. Oberwasser hat jetzt auch endlich die SG Eilsen/Bückeburg. Die SG fuhr gegen Syke und Diepholz ebenfalls vier Punkte ein und schob sich von einem Abstiegsplatz gleich auf Rang zwei der Tabelle. Der mögliche Abstieg scheint damit abgewendet.

Das Kreisligateam des TSV Hagenburg hat den Aufstieg in die Bezirksklasse nicht geschafft. Am letzten Spieltag patzte man gegen die stärkste Mannschaft der Rückrunde, den TuS Jahn Lindhorst. 3:5 ging die Partie verloren, da half auch der Sieg über Lauenau nichts mehr - der TB Hilligsfeld steht als Aufsteiger fest.

Stefan Engler