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Presseschau April 2000

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Das Original dieses Artikels erschien in der 14. Woche 2000 in der

Walter Beißner für Deutsche Meisterschaft qualifiziert

Der Bückeburger Walter Beißner hat es endlich geschafft: zum ersten Mal holte er sich bei der Norddeutschen Meisterschaft in Elmshorn die direkte Qualifikation zu den Deutschen Titelkämpfen.

Dabei sein wird es allerdings nicht zum ersten Mal. Bereits vor zwei Jahren konnte er bei den nationalen Meisterschaften spielen. "Damals bin ich aber nur als Nachrücker in das Feld gekommen. Jetzt ist das was ganz anderes." Beißner ist sichtlich zufrieden. Doch begonnen hatte das Turnier nicht besonders gut. Sein Doppelpartner war gar nicht erst gekommen, im Mixed schieden Beißner/Kopinski in der ersten Runde gegen die starken Schlütz/Michalowski (Greifwald) aus und auch Kopinski allein scheiterte im ersten Spiel an der amtierenden Deutschen Meisterin.

Und so sollte es fast im Einzel O45 weitergehen. Auch hier fehlte zunächst der erste Gegner. "Das war ja nicht schlimm. Schließlich konnte ich mir die anderen in Ruhe anschauen." Und das sollte Beißner in seinem ersten Spiel nutzen können. Seinen Gegener Ackemann aus Berlin hatte er als konditionsschwach eingeschätzt. "Also habe ich ihn einfach laufen lassen. Das hat gut geklappt." Beißner gewann in zwei glatten Sätzen. Doch im Viertelfinale zeigte es sich dann weniger gut vorbereitet. Der Bremer Ott hatte, im Vorjahr Vizemeister, legte gut los und gewann der ersten Satz 15:11. Beißner kam aber über den Kampf ins Spiel zurück und sicherte sich Durchgang zwei. Im dritten Satz spielte der Bückeburger dann alle Tricks aus, die er auf Lager hat. "Ich mußte alles versuchen. Und irgendwie habe ich wohl einen Nerv getroffen." Denn Ott ging im Entscheidungssatz 15:4 unter. Im Halbfinale ging es dann um alles. Ein Spiel um Platz drei würde es nicht geben, soviel wußte Beißner. Doch er wußte auch, wie stark sein Gegner ist. Denn Michalowski, Vater der aktuellen Deutschen Meisterin im Dameneinzel Katja Michalowski, hatte seinerseits aktuelle Deutsche und historische Europameisterehren vorzuweisen. "Und er war mir technisch völlig überlegen." Davon gab es aber im ersten Satz nicht viel zu sehen. Beißner kämpfte, führte zeitweise und verausgabte sich völlig. Zum Satzgewinn reichte es dennoch nicht und im zweiten Satz gab es nichts mehr zu wollen. "Doch der dritte Platz ist ein toller Erfolg für mich."

Stefan Engler