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Presseschau November 2000

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Punktspiele Bezirk Kreiskader

Das Original dieses Artikels erschien in der 45. Woche 2000 in der

Hohnhorst stürzt Tabellenführer

Rinteln verliert endgültig Anschluss

Mit einer Glanzleistung spielte sich der TuS Germania Hohnhorst zurück in die obere Region der Niedersachsenliga. Gegen den bisherigen Tabellenführer TV Metjendorf lieferten die Hohnhorster ein vor allem kämpferisch starkes Match.

Wieder einmal gaben die Doppeldisziplinen den Ausschlag für den Hohnhorster Erfolg. Das zweite Herrendoppel Kurok/Grabowski und das Damendoppel Oldenburg/Oldenburg sorgten nach den ersten drei Matches für eine knappe Führung. Kerstin Oldenburg und Sören Hamann holten die Punkte drei und vier. Damit war für die Mannschaft schon mehr als die Zielsetzung erreicht, denn einen Sieg über Metjendorf hatte man nicht eingeplant. Henning Kurok und Silke Oldenburg hatten dann aber sogar den Sieg auf ihren Schlägern. Und sie zeigten ihre ganze Klasse, kämpften vorbildlich und besiegten Tost/Mühlhop 15:11/13. Mit dieser Überraschung im Rücken schien das Match gegen Wilhelmshaven reine Formsache. Doch in der Hinrunde hatten die Hohnhorster eben dieses Match verloren. Und wieder sah es nach den Doppeln nicht gut aus: allein Kurok/Grabowski waren in der Lage zu punkten. Das Team stand unter Druck und schaffte die Wende. Alle Einzel gingen an Hohnhorst und auch das Mixed war wieder erfolgreich. Damit war die Hinrundenniederlage ausgeglichen. Allerdings könnte die am Ende den Ausschlag geben, dann nämlich, wenn es um den Aufstieg in die Oberliga geht.

An Aufstieg aus der Verbandsklasse braucht die erste Mannschaft der VT Rinteln nach diesem Wochenende wohl nicht mehr zu denken. In Bestbesetzung ging es in eigener Halle gegen die beiden Teams aus Nordstemmen. Deren zweite Mannschaft wurde von den Weserstädtern denkbar knapp 5:3 bezwungen. Doch die erste rächte sich: 1:7 ging die Mannschaft der VTR unter und hat jetzt vier Zähler Rückstand zur Tabellenspitze.

Besser machte es auch die Reserve der VTR nicht. Geschwächt durch das Fehlen des sicheren Punktelieferanten Walter Westermann hatte es die Mannschaft in Hohnhorst mit dem Tabellenführer Harkenbleck zu tun. Man schlug sich achtbar. Engler/Jeschke gaben das 1. Herrendoppel in drei Sätzen ab, Jeschke ging im 2. Herreneinzel ebenfalls in den Entscheidungssatz, unterlag aber ebenso. Allein das Mixed Sven Aits/Angelika Peddinghaus behielt in drei Durchgängen die Oberhand. Doch das konnte an der 2:6 Niederlage nichts mehr ändern. Gegen Wettbergen sollte sich das Blatt dann aber leider nicht wenden. Zwar konnten Engler/Jeschke im Doppel und Stefan Engler im Einzel zum ersten Mal in dieser Saison punkten, doch nur Sven Aits gelang ein weiterer Sieg. Zu wenig für einen Sieg. Damit verlor das Team den Kontakt zur Tabellenspitze und muss in zwei Wochen erneut mit Ersatz an den Start gehen. Erfolgreich blieb dagegen die zweite Mannschaft des TuS Germania Hohnhorst. Das Team schlug Wettbergen 6:2 und blieb auch gegen Harkenbleck erfolgreich. Im entscheidenden Spiel besiegten Matthias und Sandra Pfaffe das Mixed der Harkenblecker in drei hart umkämpften Sätzen. Damit spielte sich Hohnhorst an die Spitze der Bezirksoberliga.

In der Bezirksklasse West hat der TuS dagegen die Tabellenspitze wieder abgeben müssen. Das Team unterlag Bad Pyrmont 3:5 und auch gegen den VfL Hameln nicht gewinnen. Eine starke Leistung zeigte dagegen der SV Victoria Lauenau. Das nominell stärkste Team der Klasse steht nach dem dritten Spieltag endlich an der Tabellenspitze, allerdings dich gefolgt vom MTV Bad Pyrmont. Lauenau schlug die VT Rinteln und den Tabellenletzten aus Bückeburg, Pyrmont dagegen ließ einen Zähler in der Partie gegen Hagenburg.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien in der 46. Woche 2000 in der

Kreiskader nimmt Formen an

Was lange währt, wird endlich gut. So könnte die Geschichte des Kaders anfangen, der seit sechs Wochen in der Kreissporthalle Rinteln trainiert. Die Initiative zur Einrichtung von Regionalstützpunkten ging schon vor drei Jahren vom Bezirksverband Hannover aus. Der hatte im Zuge seiner Orientierung zum Leistungssport vorgeschlagen, das Stützpunktsystem zu dezentralisieren. Denn während im zu dieser Zeit einzigen Stützpunkt in Hannover nur Jugendliche trainiert werden konnten, die bereits ein gewisses Alter und Niveau erreicht hatten, bieten kleinere und über den gesamten Bezirk verteilte Regionalstützpunkte die Möglichkeit, bereits früher in die Förderung begabten Nachwuchses einzugreifen. Nicht zuletzt sollten dadurch kleinere Vereine unterstützt werden, die zwar Talente aber keine qualifizierten Trainer aufzuweisen haben.

Diese Regionalstützpunkte sollten von jeweils zwei Kreisen gemeinsam eingerichtet und zu je einem Drittel durch die Kreise und den Bezirk finanziert werden. Das diese Rechnung aufgeht und sich der Aufwand lohnt, zeigt die Arbeit im Kreis Nienburg. Hier fanden sich schnell engagierte Trainer für die Betreuung von Schülern im Alter zwischen 11 und 13 Jahren. Die Besten von ihnen wurden nach zwei Jahren Training in den Bezirkskader aufgenommen und fahren bereits die ersten Titel ein.

Gleiches geschieht jetzt auch im Landkreis Schaumburg. Durch die Initiative von Jugendwart Axel Radecker und angeleitet von C-Trainer Philip Radecker trainieren mittlerweile Schüler aus Rinteln, Hagenburg und Bad Pyrmont ein mal pro Woche im Regionalstützpunkt Schaumburg/Hameln/Pyrmont. Das Projekt findet bereits große Anerkennung und soll bis Ende des Jahres eine Struktur erhalten, die auch über die nächsten Jahre hinaus bestand haben soll.

Neu ist auch das Auftreten des Kreises im Internet. Kreispressewart Stefan Engler gestaltete eine Site, auf der die Besucher alle Tabellen mit Schaumburger Beteiligung, umfangreiche Anschriftenlisten und Kontaktadresse der Vereine, aktuelle Termine und ein Pressearchiv erwarten. Unter http://members.tripod.de/kfvschaumburg soll das Angebot ständig erweitert werden. Wöchentliche Aktualisierungen verstehen sich dabei von selbst.

Stefan Engler