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Das Original dieses Artikels erschien am 16. Januar 2001 in der

VTR II: Klassenerhalt am seidenen Faden

Nach Doppelniederlage muss am letzten Spieltag gewonnen werden
SG Eisen/Bückeburg bleibt Spitzenreiter

Der TuS Germania Hohnhorst verliert in der Niedersachsenliga mehr und mehr den Anschluss. Beim Gastspiel in Vechelde gab es für das geschwächte Team aus zwei Partien nur einen Punkt. Doch das Saisonziel Klassenerhalt war ohnehin längst erreicht. Da der Aufstieg jetzt auch nicht mehr in Fragen kommt, kann das Team um die Oldenburg-Schwestern frei aufspielen.

Die 3:5 Niederlage gegen Vechelde hatte das Team vor allem moralisch zurückgeworfen. Durch das Fehlen von Sören Hamann war man zum improvisieren gezwungen, doch die Herren konnten sich nicht entscheident in Szene setzen. An allen Hohnhorster Punkten waren die Damen beteiligt, was die Stärke der Oldenburg-Schwestern in dieser Saison erneut unterstreicht. Auch in der Partie gegen Braunschweig nicht mehr viel zu holen, die Mannschaftsleistung war aber wesentlich ausgeglichener. Kurok/Grabowski sicherten sich das 1. Herrendoppel, die Damen blieben erfolgreich, Carsten Büsing und das Mixed Kurok/Oldenburg sicherten mit ihren Drei-Satz-Siegen das Remis.

In der Bezirksoberliga hat die 2. Mannschaft der Hohnhorster in Wettbergen den Aufstieg verspielt. Die Mannschaft der Hohnhorster Routiniers kannte sich zwar die Partie gegen den Gastgeber 5:3 sichern, unterlag in direkten Titelduell dem SV Harkenbleck klar mit 2:6. Jetzt hat man nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerfolg. Dazu kommt, dass Spitzenmann Matthias Pfaffe dem Team am letzten Spieltag in zwei Wochen fehlen wird.


Aufstieg verpasst: die 2. Mannschaft der TuS Germania Hohnhorst mit Sandra Pfaffe,
Matthias Blume, Carsten Grüning, Jürgen Assing, Andrea Dohmeier und Matthias Pfaffe

Den sicheren Abstieg hat in dieser Klasse jetzt die VT Rinteln 2 vor Augen. Eigentlich hatte man sich noch einmal aufbäumen wollen, um den Abstieg zu verhindern, doch die Chancen, dies nach diesem Spietag noch zu schaffen stehen schlecht. Gegen den SV Harkenbleck ging das Team 1:7 unter, zeigte allerdings eine kämpferisch gute Leistung. Andreas Jeschke sorgte im 2. Herreinzel für den Ehrenpunkt. Schwere als die Niederlage gegen einen Titelfavoriten war jedoch das Abschneiden gegen den TuS Wettbergen zu verkraften. Gerade hier hatte man sich in Bestbesetzung zwei Punkte ausgerechnet. Nach den Doppel schein der Plan auch zunächst aufzugehen. 3:0 ging die Mannschaft in Führung, was im Verlauf dieser Saison noch nie gelungen war. Doch danach lief nichts mehr zusammen. Alle Einzel gingen an Wettbergen und auch das stark spielende Mixed Sven Aits/Angelika Peddinghaus konnte den vierten Punkt nicht erspielen. Mindestens ein Sieg muss nun am letzten Spieltag her, um noch den Kopf über Wasser halten zu können.

In der Bezirksliga bleibt die SG Eilsen/Bückeburg dem Spitzenreiter SG Neustadt/Seelze 3 weiter auf den Versen. Und das, obwohl das Team um Altmeister Walter Beissner am Wochenende nur einen Punkt holte. Denn die Mannschaft unterlag dem TK Berenbostel überraschend mit 3:5 und kam gegen Pennigsehl nicht über ein Remis hinaus. Allerdings wird sich das Rennen um die Meisterschaft auch erst am letzten Spieltag entscheiden, wenn die beiden Spielgemeinschaften auf einander treffen werden.

In der Bezirksklasse West ist der Siegeszug des MTV Bad Pyrmont scheinbar nicht mehr zu stoppen. Sie fuhren in Hagenburg zwei klare Siege ein und stehen mit 5 Punkten Vorsprung bereits als Aufsteiger fest. Knapp wird es dagegen um den zweiten Platz. Hier konnte die VT Rinteln 3 aufschließen. Gegen den direkten Konkurrenten kam die Mannschaft von der Weser zu einem überraschenden 5:3-Erfolg. Ausschlaggebend dafür war die starke Leistung in den Doppeldisziplinen, aus denen man vier Punkte holen konnten. Den perfekt machte das taktisch zusammengestellte Mixed Bernd Zilm/Doris Westermann nach drei hart umkämpften Sätzen.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 16. Januar 2001 in der

Westermann/Radecker in Runde 2 gescheitert

Auch im Einzel kam schnell das Aus

Schwere Spiele erwarteten Eike Westermann und Philip Radecker bei den Norddeutschen Meisterschaften der Senioren in Kappeln. Der erste Ausflug der beiden in diese Leistungsregion verlief vielversprechend.

Im Einzel musste Westermann durch die Vorrunde. Gegen Nehmzow (Mecklenburg-Vorpommern) zeigte er beim 15:12/15:8-Erfolg eine starke Leistung und unterstrich, dass er auch bei den Erwachsenen mithalten kann "Im ersten Spiel habe ich noch etwas unsicher gespielt, weil ich seit Ende November wegen meiner Verletztung nicht mehr trainiert habe. In so einer hohen Spielklasse muss man ja sehr sicher spielen, was ich nach der langen Pause noch nicht so gut in den Griff bekommen habe, aber mich doch im Laufe des Spiels steigerte." Das war aber für die zweite Partie nicht genug: Gegner Sven-Erich Kastens (Hamburg) führte Eike mit kurzen Aufschlägen in die Irre und gewann der ersten Satz durch die zahlreichen Fehler des Rintelners. Der stellte sich zwar im zweiten Durchgang besser darauf ein, konnte die Spieß aber nicht mehr umdrehen und unterlag 14:15.

In der 1.Runde des Doppels trafen Westermann/Radecker auf alte Bekannte aus dem Jugendlager. Nehmzow/Nelte (Mecklenburg-Vorpommern) waren aber nicht die erwartet harten Gegener. 15:8/15:10 sicherten sich die Rintelner das Match, machten aber erneut viele leichte Fehler, was für die zweite Runde nichts Gutes ahnen ließ. "Wir ließen uns von unseren vielen Fehlern nicht beeinflussen und versuchten so viel wie möglich anzugreifen", so Westermann. Doch Ost/Wernicke (Berlin) hatten eine ähnliche Taktik. "Unser Gegner spielte druckvoll und sicher, so dass wir kaum Chancen hatten das Spiel zu kontrollieren. Uns fehlte einfach die Spielpraxis, weil wir im Dezember kaum trainiert hatten", zeigte sich Eike im Anschluss leicht enttäuscht. 3:15/15:8 kamen Westermann/Radecker unter die Räder, aber für den nächsten Auftritt bei den Senioren werden sie besser vorbereitet sein.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 30. Januar 2001 in der

Bittere Pille:
Erst Doppelsieg und dann der Abstieg

VT Rinteln 2 muss sich aus der Bezirksoberliga verabschieden
Die SG Eilsen/Bückeburg verpasst den Aufstieg

Eine bittere Pille musste die Reserve der VT Rinteln am letzten Spieltag der Bezirksoberliga schlucken. Nach einer misslungenen Rückserie holte das Team mit dem Rücken zur Wand vier Punkte - und steigt dennoch ab.

Einen durchwachsenen letzten Spieltag verlebt das Vorzeigeteam des Kreises aus Hohnhorst. Stark ersatzgeschwächt (ohne Hamann, mit angeschlagenem Kurok) trat die Mannschaft in Gildehaus an. Gegen den TV Metjendorf machten wieder die Oldenburg-Schwestern die entscheidenden drei Punkte, diesmal unterstützt durch Carsten Büsing und Ersatzmann Jürgen Assing in den Herreneinzeln. Doch gegen Gildehaus machte sich die Schwächung dann deutlich bemerkbar. Wieder gewann man Damendoppel, Mixed und das 1. Herreneinzel, mehr war aber nicht drin. Als Fazit für die Saison bleibt leise Enttäuschung. Zwar ist man mit Platz 5 als Aufsteiger zufrieden, doch lange Zeit sah es so aus, als können man um den Titel mitspielen. Dafür kann ein Platz im Mittelfeld sicher nicht entschädigen.

Viel hatte man sich in Rinteln vorgenommen. Denn die Chancen, noch aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen, standen so schlecht nicht. Den Altwarmbüchener BC hatte man schon in der Hinrunde bezwungen und die Aufgabe gegen Grasdorf schien lösbar. Dank einer sehr starken Mannschaftsleistung konnte sich die VTR 2 dann auch beide Partien sichern. Herausragend dabei einmal mehr Walter Westermann, der mit guter Kondition seine Einzel gewinnen konnte und auch im Doppel an der Seite von Sven Aits ungeschlagen blieb. Aits steuerte seinerseits zwei weitere Punkte aus dem Mixed bei. Beide waren über die gesamte Saison die zuverlässigsten Punktelieferanten des Teams.


Blick in eine ungewisse Zukunft: Doris Kirstein (hinten), Andreas Jeschke (links)
und Punktejäger Sven Aits von der Reserve der VT Rinteln.

Das die beiden 5:3-Erfolge am Ende nicht zum Klassenerhalt halfen, lag nicht mehr in den Händen der VTR. Der TuS Germania Hohnhorst 2, am letzten Spieltag noch Titelfavorit, gab ersatzgeschwächt zwei Punkte gegen Grasdorf ab und besiegelte damit das Schicksal der Rintelner. Gegen Altwarmbüchen schafften die Hohnhorster um Matthias Blume noch ein Remis, was ihnen den zweiten Tabellenplatz sicherte. Klarer Aufsteiger in die Verbandsklasse wurde der SV Harkenbleck.

Die letzten Chancen verspielte auch die SG Eilsen/Bückeburg in der Bezirksliga. Beim Gastspiel in der Höhle des Löwen kam das Team von Walter Beißner gegen den Tabellenersten SG Neustadt/Seelze 3 mit 1:7 unter die Räder um kam auch gegen den SC Langenhagen nicht über ein Unentschieden hinaus. Damit war der Aufstieg nicht mehr möglich. Die Leistungsträger Walter Beißner und Ulrike Kopinski werden sich nun wieder verstärkt auf die Altersklassenmeisterschaften konzentrieren, bei denen sie regelmäßig bis auf Norddeutsche Ebenen vordringen.

In der Bezirksklasse stand der MTV Bad Pyrmont schon vor dem letzten Spieltag als Aufsteiger fest, doch die VT Rinteln 3 fügte den Kurstädtern noch eine schmerzliche Niederlage zu. Beim 5:3-Erfolg war die Mannschaftsleistung ausschlaggebend. Das erfahrene Team zählt eben noch lange nicht zum "alten Eisen". Auch gegen den VfL Hameln blieb die Mannschaft um Michael Brakemeier erfolgreich und kam so noch einmal bis auf zwei Zähler an den Spitzenreiter heran.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 30. Januar 2001 in der

Radecker löst Ticket für die DM

Westermann/Radecker bei Norddeutschen Meisterschaften im Halbfinale gestoppt

Bei den Norddeutschen Meisterschaften der Jugend stellen die Rintelner Geschwisterpaare Westermann und Radecker einmal mehr unter Beweis, dass sie nach wie vor zur Spitze zählen.

Leider war diesmal allerdings für alle in den Halbfinals Endstation. Den Anfang machte Andres Westermann mit Partner Hannes Roffmann in U15. Ohne Vorrunde nahmen die beiden Rang 3 der Setzliste ein und wurden den in sie gesetzten Erwartung vollauf gerecht. In Runde eins bezwangen sie Dubb/Wiedenhaupt klar in zwei Sätzen und setzten sich anschließend in drei hart umkämpften Durchgängen gegen Rduch/Mertens durch. Im Halbfinale hatten sie aber dann keine Chance gegen die stark aufspielenden el Ammar/Rehfeld.

Ins Viertelfinale kam Guido Radecker in U17. Er wurde an Position 5 gesetzt und hatte gegen Frietjoff Jensen keine Mühe. In Runde zwei mit Lars Borowski dagegen sehr. Radecker gab den ersten Durchgang überraschend klar 7:15 bevor er sich fangen konnte. Die folgenden Sätze dominierte er dann wieder nach Belieben und behielt 15:6/7 die Oberhand. Gegen Christoph Strassburger war dann aber kein Kraut gewachsen. Dennoch hat sich Radecker durch seine Leistung und seine aktuelle Platzierung in der Deutschen Rangliste für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert.

Im Herreneinzel U19 kam für Eike Westermann ebenfalls im Viertelfinale das Aus. Nach Freilos in der ersten Runde setzte er sich klar gegen Jann-Martin Mauer durch, scheiterte dann aber an Sven-Eric Kastens. "Ich habe noch nicht hart genug trainiert und vor allem konditionelle Probleme", sagte Westermann im Anschluss, durchaus gewillt, härter an sich zu arbeiten.

Wofür, das zeigte er an der Seite von Philip Radecker im Doppel. Mit einem anstrengenden Erfolg über Lelling/Knabbe zogen sie bereits in das Halbfinale ein, denn ein Freilos sorgte für eine gute Ausgangsposition. Von dieser Kraftersparnis konnten sie dann aber nicht recht profitieren. 10/8:15 unterlagen sie nach guter Leistung gegen Lehmann/Wolke.

Im Mixed spielten Philip Radecker und Stefanie Schaper in der ersten Runde gegen ein sehr bekanntes Mixed: Normen Wolke aus der Regionalliga von der SG EBT Berlin und Christine Töllner aus Greifswald. Doch dieses Mixed war nicht eingespielt, und so konnten Radecker/Schaper in 2 Sätzen 15:13 und 15:7gewinnen. "Wir haben gut gespielt und unsere stärken konsequent eingesetzt", so Radecker. Im nächsten Spiel mussten sie gegen die an Position 1 gesetzten Schlüter/Kitschken antreten. "Das haben wir in 3 Sätzen 15:7 / 7:15 und 15:9 verloren. Besonders die Dame war stark. Wir konnten mitspielen, hatten aber am Ende klar verloren und waren unterlegen."

Stefan Engler