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Presseschau August 2001

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Vereinsmeisterschaften Schüler/Jugend in Rinteln Volksbank-Cup

Das Original dieses Artikels erschien am 25. August 2001 in der

Erst in der Halle tüchtig geschwitzt und dann auf der Weser nassgespritzt

Vereinsmeisterschaften der VTR-Badmintonabteilung mit Überraschungsprogramm

Für viele ist der Sport die schönste Nebensache der Welt. Dass sie dadurch aber nicht in den Hintergrund gerät, stellte am vergangenen Wochenende die Badmintonsparte der VTR unter Beweis.

Da waren auf der einen Seite die Vereinsmeisterschaften der Schüler und Jugendlichen. Der Termin war unmittelbar nach den Sommerferien riskant gewählt, doch die Beteiligung war wieder Erwarten gut. Vor den Augen von Betreuern und Eltern lieferten sich die Kinder spannende Gruppenspiele.

In der gemischten Schülergruppe setzte sich Nadine Reimann vor Franziska Brakemeier durch, dritte wurde Mandy Kahl vor Patrick Furchbrich. In der Jugendklasse der Mädchen gewann überlegen Lisa Neumann und nahm damit Anna-Lena Nordemann den Titel ab. Dritte hier Sarah Wöhler vor Franziska Müller.

Seinen Titel verteidigen konnte dagegen Malte Köppe bei den Jungen. Er setzte sich gegen Jan-Hendrik Schröter, Fabian Zilm und Michael Ciupka durch.


Sieger und Platzierte der Vereinsmeisterschaften

Das Engagement der Organisatoren der Badmintonsparte endete diesmal aber nicht an der Türen der Sporthalle. "Immer wieder beklagen wir uns über die mangelnde Bereitschaft der Eltern, sich an den Aktionen von Vereinen zu beteiligen", so Volker Furchbrich, Abteilungsleiter und stellvertretender Vorsitzender der VTR. "Wir wollen sie einbinden, aber das geht eben nicht einfach nur über den Sport."

Als Reaktion auf diese Probleme planten die für ihre Feiern berüchtigten Badmintonsportler einen kompletten Familiennachmittag für Groß und Klein. Am Fähranleger Großenwieden traf man sich am Sonntag nach dem Turnier zum gemeinsamen Grillen. Bei bestem Wetter traf nach einer Stunde als extra Gimmick das Technische Hilfswerk Rinteln mit drei Booten ein. Die Truppe vom THW sorgte für reichlich Spaß auf der Weser, umfreiwillige Duschen eingeschlossen. Über Bord ging dabei freilich niemand und für gute Laune war gesorgt.

Auch Volker Furchbrich zeigte sich begeistert: "Die Idee war sicher nicht sensationell, doch der Erfolg gab uns erneut recht." Denn alle Eltern waren mit von der Partie. Sport ist eben wirklich die schönste Nebensache der Welt.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 28. August 2001 in der

Eike Westermann im Finale

Rintelner mit Partner Finn Kornau Turnier-Zweiter in Bremen

Um Preisgeld ging es beim ersten Auftreten der Rintelner Cracks in der neuen Saison. Ort des Geschehens war Bremen, wo die ansässige Volksbank an den gefederten Ball gerufen hatte.

Mit von der Partie waren neben Eike Westermann auch Guido und Philip Radecker. Beide konnten sich aber im stark besetzten Feld nicht richtig in Szene setzen. Guido unterlag in einem hochklassigen Erstrunden-Match dem Delmenhorster Frank Eilers, mehrfacher Sieger des Rintelner Pokal Turniers, in drei Sätzen und auch Philip konnte an der Seite von Christoph Schröder (TSV Neustadt) seine Partie der ersten Runde nicht gewinnen. Ähnliche Startschwierigkeiten zeigte auch Eike Westermann. Er konnte sich in seinem ersten Match ebenfalls nicht durchsetzen und verlor deutlich. Erst in der Trostrunde fand er langsam das Gefühl für Ball und Feld. "Doch da war eigentlich alles schon vorbei", so Westermann.

Im Doppel profitierte er dann allerdings davon, dass er schneller als die anderen seinen Rhythmus wieder fand. Gemeinsam mit Finn Kornau pflügte er durch das Feld der Favoriten. Nach zwei locker gewonnenen Partien ging es gegen die Bremer Christoph Radinger/Tommy Bartels. Besonders im ersten Satz entwickelte sich eine spannende Partie mit langen und schnellen Ballwechseln. Westermann/Kurnau hatten das bessere Ende 17:16/15:8 für sich. Gegen Dirk Burmester/Kutlu Arslan, ebenfalls Bremen, machten Eike und Finn dann zunächst viele Fehler. Doch ihre Gegner waren in diesem Halbfinale ebenso nervös. 15:12 gewannen Westermann/Kornau den ersten Satz. Mit weniger Fehlern und mehr Spannung setzten sich auch im zweiten Durchgang 15:11 durch. Das Endspiel gegen Guntur Hariono/Maurice Niesner (BV Gifhorn) ging dann aber glatt in 2 Sätzen verloren. "Weil uns die Puste gefehlt hat. Wir waren beide konditionell am Ende", so Westermann. Der erste Start bei einem Preisgeldturnier hat sich mit diesem zweiten Rang wohl dennoch gelohnt.

Stefan Engler