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Presseschau Mai 2002

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JHV Kreisfachverband Kreismeisterschaft Senioren Eltern-Kind-Cup 6-Nations-Cup Schnuppertraining Lauenau ISBT Amsterdam

Das Original dieses Artikels erschien am 02. Mai 2002 in der

Die Jugendarbeit liegt am Boden

Lehrgangsmaßnahmen statt Kadertraining

Das nach langer Vorbereitungsphase aus der Taufe gehobene Kadertraining des Badminton Kreisfachverbandes Schaumburg wird nach ein Jahr nicht weitergeführt. Zu diesem Schluss kam die Jahreshauptversammlung des Verbandes am vergangenen Dienstag.

Vorsitzender Willi Görz hatte bereits zum Auftakt dieses Kaders die zu erwartenden Probleme der Finanzierung ins Feld geführt. Leider bewahrheiteten sich seine Befürchtungen schon sehr früh. Zum einen hatte des Kreis selbst massive Probleme, den Kader finanziell zu unterhalten, zum anderen waren die Mittel des Bezirks eng an die Leistungen und Altersstruktur des Kaders gekoppelt. Die in vielen Vereinen brach liegende Jugendarbeit lieferte aber keinen Nachwuchs der Altersklasse U12. Folglich wurde das Altersspektrum gleich zu Beginn des Trainings erweitert. Doch auch die Mittel der Vereine sind zunehmend erschöpft. Zuletzt waren nur noch die VT Rinteln und der TSV Hagenburg in der Lage, das Training zu besuchen. Nach der Streichung der Fahrtkostenzuschüsse beim TSV konnte dieser zuletzt auch nicht mehr am Training teilnehmen. Nach langer Diskussion sah sich die Versammlung gezwungen, das Training ab sofort einzustellen.

Der neu gewählte Lehrwart Stefan Engler erhielt stattdessen den Auftrag, gemeinsam mit Kreisjugendwart Axel Radecker und Vereinsvertretern die Möglichkeiten einzelner Wochenendmaßnahmen auszuloten. "Wir können mit wenigen gezielten Maßnahmen sicher eine wesentlich breite Masse ansprechen", so Engler. Außerdem will sich der Kreis die Möglichkeit offen halten, auch Übungsleiter in das Programm einzubeziehen. "Viele Vereine haben noch einige Jugendliche, wissen aber nicht mit ihnen umzugehen", so Engler weiter. Der Kreis will auch hier anleiten und motivieren.

Sportlich zeigt sich mittlerweile, dass es an der Jugendarbeit hapert. Die beiden ersten Mannschaften des TuS Germania Hohnhorst konnten in der abgelaufenen Saison die Klasse nicht halten, die erste Mannschaft der VTR schaffte den einmal mehr angestrebten Aufstieg nicht. "Doch in diesen Vereinen wird nach wie vor gearbeitet", weiß Willi Görz. "Wenn die aktuelle Entwicklung aber nicht aufgehalten wird, spielen bald nur noch Hagenburg, Rinteln und Hohnhorst im Landkreis."

Willi Görz, Stefan Engler
Kreisvorsitzender Willi Görz (l.) und der neue Lehrwart Stefan Engler wollen über Lehrgänge die Jugendarbeit wieder aufleben lassen.

Bei den Schülern ist diese Entwicklung bereits nicht mehr zu verhindern. Zwar strebt Jugendwart Axel Radecker eine Punktspielrunde innerhalb des Kreises an, doch die Wahrscheinlichkeit, sich erneut dem Landkreis Hannover anschließen zu müssen, ist groß.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 07. Mai 2002 in der

Patrick Beißner holt zwei Titel

Sieg in Einzel und Doppel / Schaumburger Aktive dominieren Kreismeisterschaften

Die Königsklasse gehörte einmal mehr den Schaumburgern. Bei den Kreismeisterschaften der Fachverbände Schaumburg und Hameln/Pyrmont gab es für den ausrichtenden Kreis nichts zu holen. Erfolgreichster Spieler des Turniers wurde der Bad Eilsener Patrick Beißner. Die VT Rinteln sicherte sich die Mannschaftswertung.

Patrick Beißner
Zweifacher Kreismeister: Patrick Beißner von der SG Eilsen/Bückeburg siegt in Einzel und Doppel

Im Herreneinzel der C-Klasse stellte sich Patrick Beißner vor allem der Konkurrenz aus Rinteln. Das erste Match gegen Tim Krüger gewann er knapp in drei Sätzen und musste auch gegen die Pyrmonter Schwarz und Timm in den Entscheidungssatz. Immer behielt er die Nase vorn und zog ins Halbfinale ein. In der anderen Gruppe setzten sich die Rintelner Aits und Jeschke durch. Beißner und Aits bestritten ein packendes Endspiel, in dem der Mann von der SG Eilsen/Bückeburg in zwei äußerst knappen Sätzen die Oberhand behielt.

Im Herrendoppel setzten sich Patrick Beißner und Sebastian Dörjes in drei Partien durch. Die beiden Rintelner Paarungen Westermann/Aits und Jeschke/Krüger kamen unter die Räder und machten die restlichen Podiumsplätze unter sich aus. Dabei hatten Jeschke/Krüger das bessere Ende für sich.

Zum großen Schlag holte auch die Rintelnerin Stefanie Aits aus. Sie war in der Einzel-Konkurrenz nicht zu bezwingen. Klare Siege über Doris Wehrmann (SG Eilsen/Bückeburg) und Monika Grandt machten sie zur Kreismeisterin. Im Mixed führte sie ihr Weg an der Seite ihres Bruder Sven Aits ebenfalls nach ganz oben auf das Podium. Allein das Match gegen ihre Trainingspartner Tim Krüger/Stefanie Battefeld brachte für drei Sätze Spannung. Die anderen Partien gewannen die Rintelner problemlos. Gleiches galt in der Folge auch für Krüger/Battefeld, die auf den zweiten Platz kamen.

Das Damendoppel wurde ebenfalls Beute zweier Rintelnerinnen: Stefanie Battefeld und Mirja Nacke setzten sich in einer aus C und D-Klasse gemischte Gruppe durch. Zweite und damit zugleich auch Meisterinnen der D-Klasse wurden Doris Westermann/Brigitte Brakemeier, ebenfalls von der VTR. Den letzten Titel für den Landkreis sicherte sich der Hohnhorster Florian Töthe im Herreneinzel der E-Klasse. Thomas Jacoby/Ralf Kallmeier (Hohnhorst) sicherten sich den 3. Platz im Herrendoppel D.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 08. Mai 2002 in der

Demonstration der Zusammengehörigkeit

Eltern-Kind-Sup des TSV Hagenburg am Steinhuder Meer ein voller Erfolg

Eine Werbung für den Badmintonsport sollte es werden, eine Demonstration der Zusammengehörigkeit ist es geworden. Der erste Eltern-Kind-Cup des TSV Hagenburg war ein voller Erfolg.

Insgesamt 52 Teilnehmer konnte Organisatorin Corinna Podbielski begrüßen. Auf der einen Seite jene Kinder, die Woche für Woche die Sporthalle in der Steinhuder-Meer-Straße bevölkern, auf der anderen Seite die Eltern, die teilweise zum ersten Mal außerhalb des eigenen Gartens einen "Federballschläger" in die Hand nahmen.

Daher stand am ersten Tag auch ein umfangreiches Trainingsprogramm auf dem Plan. Nach dem gründlichen Aufwärmen beschäftigten sich die Kleinen bis 11 Jahre spielerisch mit Ball und Schläger, während die Größeren sich eher theoretisch mit dem Thema Badminton auseinander setzten. Die Ergebnisse wurden in Form von Kurz-Referaten allen vorgetragen. Dann standen Technik- und Taktikpraxis auf dem Trainingsplan.


Die Teilnehmer bei ersten Eltern-Kind-Cup des TSV. Vorn die Organisatoren Christa Groß (3.v.l.), Corinna Podbielski (2.v.r.) und Simon Kleinert (r.)

Der Spaß sollte aber auch nicht zu kurz kommen. Am Abend wurde eine Party für alle veranstaltet, Luis Fraatz und Lisa Neumann wurden Mr. Und Mrs. Badminton 2002 und konnten ihren Erfolg bei der anschließenden Disco-Nacht ausgiebig feiern. Eine geplante Nachtwanderung fiel dann dem Wetter zum Opfer. Nicht aber die Tombola, die mit freundlicher Unterstützung der Sponsoren Sparkasse Schaumburg, Handy&PC-Store Hagenburg, EDEKA Kappe, VGH Otto Seegers, Bauplaner Gonsior&Thiele und KFZ-Meister Ihlenburg auf die Beine gestellt wurde.

Was man gelernt hatte, sollte der Sonntag zeigen. Großes Manko vieler Eltern: die Kondition. Schon gegen Mittag verlangten die ersten nach einer Auswechslung und Sauerstoffzelten. Doch die gibt es im Badminton nicht. Also galt es, den Anstrengungen der nächsten Runde ins Auge zu sehen und zu staunen, wie locker die "Kleinen" diese Belastungen wegstecken. Alles in allem war die Veranstaltung ein voller Erfolg für den Badmintonspieler des TSV. Organisatorin Corinna Podbielski dankte zum Ende ihren Helfern, allen voran das Organisationsteam mit Christa Groß, Simon Kleinert, Stefan Krautwald, Janina Klingemann, Kathrin Kittler, Kevin Schneevogt und Carsten Linke.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 15. Mai 2002 in der

Viel Pech für Guido Radecker beim Sechs-Nationen-Turnier

Leichte Enttäuschung trotz Lob vom Bundestrainer

Nachwuchstalent Guido Radecker (VT Rinteln) hat beim Sechs-Nationen-Cup in Lübeck Spitzenbadminton gezeigt. Bei seinem ersten Einsatz für die Nationalmannschaft war Radecker allerdings vom Pech verfolgt. Er zeigte über das gesamte Turnier hervorragende Leistungen, stieg nach der Verletzung der Deutschen Nummer eins sogar in das 1. Herren-Einzel an.

Guido Radecker
Guido Radecker

In allen für ihn wichtigen Einzeln ging der junge Rintelner über fünf Sätze (auf internationaler Ebene werden zurzeit drei Gewinnsätze bis sieben Punkte gespielt) und zeigte sein Kämpferherz. Leider sprang nur ein Sieg gegen den Schweden Holgerson heraus. "Das einzige Spiel, bei dem ich wirklich keine Siegchance hatte, war gegen den Dänen Mikkel Delbo-Larsen", so Radecker. Der amtierende Einzel-Europameister der U17 ließ dem Weserstädter keine Chance.

Für die deutsche Mannschaft reichte es nicht zum Einzug in die Endspiele. Die Niederlagen gegen Holland und England waren nicht eingeplant. Das Team zeigte sich bei seiner ersten großen Herausforderung vor eigenem Publikum mehr als nervös. Immerhin reichten die Erfolge über Frankreich und Schweden zur Schadensbegrenzung. Überlegener Sieger des Cups wurden die Dänen, die sich keine Blöße gaben.

Im Individualwettbewerb startete Radecker in Einzel und Doppel. Sein Spiel gegen den Engländer White sollte eigentlich zur Revanche für die Niederlage im Mannschaftswettbewerg werden, doch diesmal zeigte sich der Brite noch stärker als zuvor. Das erste Doppel mit Partner Denis Nyenhuis (NRW) gegen die Schweden Jurlander/Holgerson war eine klare Sache, und steht damit sehr positiv in der Bilanz Radeckers. Den späteren Siegern Middleton/Lnagridge waren die Deutschen aber nicht gewachsen.

"Insgesamt wurde ich zwar vom Bundestrainer gelobt, jedoch war das Glücksschwein nicht an meiner Seite. Gut gespielt und trotzdem verloren." Radeckers erstes Fazit nach dem Turnier war noch von leichter Enttäuschung gekennzeichnet.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 30. Mai 2002 in der

NBV-Trainer in Lauenau

Robert Mellinghoff gibt eine Einführung in den Badmintonsport

Die ersten Schritte im Badminton sind leicht zu lernen. Das ist das Credo von NBV-Breitensporttrainer Robert Mellinghoff. Das dem tatsächlich so ist, stellten die Teilnehmer des SVV Lauenau unter Beweis.

Der Verein hatte den Trainer, der übrigens allen Vereinen für solche Maßnahmen zur Verfügung steht, eingeladen, um ein Schnuppertraining zu gestalten. Im Vordergrund standen dabei die ersten Schritte für Neulinge. Gute Beinarbeit, eine saubere Technik und blitzschnelles Reaktionsvermögen stehen zwar beim Badminton im Vordergrund, aber die Grundlagen dazu sind schneller gelegt, als man glauben mag.

Nach einer kurzen und lockeren Einführung, übrigens auch mit Elementen, die scheinbar gar nichts mit Badminton zu tun haben, wurde schnell klar, was ein gut ausgebildeter und motivierter Trainer zu leisten im Stande ist. In kürzester Zeit stellten sich die ersten Erfolge ein. Zum Abschluss konnte das Gelernte noch im spannenden Matches angewendet werden.

Wer also dort war, hatte eine Menge Spaß Der Verein lädt allerdings auch weiterhin alle Interessierten ein Montags zwischen 18-20 Uhr oder Mittwochs zwischen 20-22Uhr in die Sporthalle im Hausweidenfeld, Lauenau zu kommen und ihre Freude am Badminton entdecken.

Stefan Engler


Das Original dieses Artikels erschien am 30. Mai 2002 in der

Birte Vogt siegt in Amsterdam

Rintelnerin Wiebke Formann holt sich im Mixed Platz drei

Nicola Sondermann, Birte Vogt und Wiebke Formann glänzten beim internationalen Badminton-Turnier in Amsterdam. Ein Sieg und zwei weitere Platzierungen auf dem Treppchen brachten sie mit an die Weser.

Mehr aus Spaß an der Freude waren die drei nach Amsterdam gereist, doch wer ganz oben mitspielen kann, dem macht das Ganze noch einmal so viel Spaß. Wiebke Formann spielte in der D-Klasse Doppel an der Seite von Brigitte Baggermanns (Tilburg) und Nina Sumi (Slowenien) und zeigte dabei vor allem eine starke Vorrunde. In der Endrunde reichte es leider nur zum undankbaren vierten Rang. Ein Platz besser schnitt sie gemeinsam mit Jeroen Ressort (Utrecht) im Mixed ab. Für Birthe Vogt gab es noch mehr zu jubeln. Sie erspielte sich mit Virginia Zucca und Inga Kusche (Düsseldorf) einen sehr guten dritten Platz im Doppel der D-Klasse. Mit Mixed-Partner Guillaume Barros aus Orsay bei Paris pflügte die junge Rintelnerin durch die Konkurrenz. Weder in den Gruppenspielen der Vorrunde noch in der Endrunde gab sich das Paar eine Blöße. An Ende standen sie ganz oben auf dem Treppchen.

Für Nicola Sondermann war das gesamte Turnier eine Herausforderung. Für die B-Klasse gemeldet musste sie mangels Teilnehmern im Doppel in der A-Klasse für internationale Spieler antreten. Ihre Partnerin Annemarie Gielis (Eindhoven) erwies sich glücklicherweise als stark genug. So konnten sich die beiden im gut besetzten Feld behaupten und überstanden die Vorrunde. Geschlagen geben musste man sich letztlich erst im Endspiel des Turniers.

Stefan Engler