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Bezirksrangliste Doppel VTR Dänemark-Austausch

Das Original dieses Artikels erschien am 27. August 2002 in der

Sven und Stefanie Aits für Landesrangliste qualifiziert


Traditionell stark besetzt sind die Bezirksranglisten der Doppeldisziplinen, fehlt doch zur Qualifikation auf die Landeseben ein Rangliste, die es im Einzel noch zu überwinden gilt. Dennoch stellten sich mit Sven und Stefanie Aits zwei Rintelner der Konkurrenz.


Bereit zum Schmetterschlag: Sven Aits qualifiziert sich 
mit seiner Schwester Stefanie für die Landesrangliste


Und das mit Erfolg. Denn wieder erwarten sicherten sich die beiden die Qualifikation zur Landesrangliste. Ihr erstes Spiel gegen Patrick Bethe/Stefanie Schaper (TSV Neustadt) gaben sie erst nach harter Gegenwehr 5:11,12:13 ab und tankten jede Menge Selbstvertrauen. Schließlich hatten die Gegner Oberliganiveau zu bieten. Folgerichtig gewannen Aits/Aits die weiteren zwei Partien. Vor allem gegen Andre Sudhop/Iris Bardenhorst (SSV Pennigsehl) zeigten sie über drei Sätze eine starke Leistung. Schließlich ging es gegen die Nienburger Rene Scholing/Sandra Scharff um den dritten Platz. Nach mit 6:11 verlorenem ersten Durchgang sicherten sich die Rintelner Geschwister Satz zwei mit 11:8. Doch im Entscheidungssatz konnten sie am Ende nicht mehr gegenhalten und verloren unglücklich 11:13. Ranglisten-Erste wurden Bethe/Schaper.


Im Doppel konnte sich Sven Aits ebenfalls weit oben platzieren. An der Seite des Neustädters Philip Radecker, der in Rinteln seine Karriere begann, pflügte Aits durch das Feld. "Dabei hatten wir eine schlechte Auslosung, denn nahezu alle starken Paarungen spielten in unserer Hälfte", so Aits. Zwei Siege sammelte das Doppel, bevor es gegen die Neustädter Bethe-Brüder zum Hauptrunden-Aus in zwei Sätzen kam. Davon unbeirrt spielten Aits/Radecker ihren Stil weiter und sicherten sich ihren Platz im kleinen Finale. Hier ging es gegen die klar favorisierten Dirk Reichstein/Rene Scholing. "Im Grunde war gegen Dirk nichts zu bestellen, aber die beiden fanden keine Konzept", freute sich Aits im Anschluss an die Partie. Gewohnt sicher verwertet er am Netz, was Radecker mit enormen Druck von der Grundlinie vorbereitete und setzte mit steigendem Selbstvertrauen auch eigene Akzente. Aits/Radecker wurden dafür mit Rang drei belohnt. Ob diese Paarung allerdings auch auf Landesebene zustande kommen wird, scheint fraglich.

Stefan Engler


10 Jahre Austausch zwischen VTR und HBK

18 Dänische Gäste besuchten ihre Badminton-Freunde in Rinteln
1:1 im Länderkampf - Dänen im Feiern ungeschlagen


"Alle fanden, dass wir einige tolle Tage bei und mit Euch hatten - und Ihr habt einmal wieder phantastische Arbeit geleistet." Dies waren Wilfried Roloffs erste Worte nach Rückkehr der Dänischen Gäste, die er per E-Mail an sein Pendant auf deutscher Seite, Volker Furchbrich, richtete.

Mit diesen Worten dankte er nicht zum ersten Mal für die Gastfreundschaft, die er und die Mitglieder seines Vereins "Humblebaek Badminton Klub" in Rinteln erfahren durften. Denn die Partnerschaft zwischen HBK und den Badmintoncracks der VTR besteht seit mittlerweile 10 Jahren. Anlass genug, in diesem Jahr auch den offiziellen Teil des Programms in den Vordergrund zu stellen.

Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz begrüßte so am Freitag, noch vor der Eröffnung des Altstadtfestes, die dänische Delegation im Ratskeller. Er betonte, wie wichtig persönliche Freundschaften für eine zusammenwachsendes Europa sind und erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die seit langem bestehenden Städtepartnerschaften Rintelns. Das Sportvereine über einen derart langen Zeitraum ihre Kontakte pflegen, hält Buchholz für außergewöhnlich. Auch vergaß er nicht, dass kleine Geschenke die Freundschaft erhalten. Er überreichte Wilfried Roloff ein Präsent und lud alle zu einem kleinen Umtrunk ein.


Gastgeschenk: Karl-Heinz Frühmark findet die richtigen Worte zur Begrüßung der Dänen und überreicht
zur Erinnerung an 10 Jahre Austausch eine gestrahlte Glasplatte mit den Vereinslogos


Auch Karl-Heinz Frühmark, Vorsitzender der VTR, unterstrich die Bedeutung dieser für seinen Verein einzigartigen Partnerschaft. Er dankte den Rintelnern für ihr Engagement in dieser Sache und betonte die starke Position des Badmintonsports in und für den Verein. Den dänischen Gästen dankte er für ihre Treue und wünschte allen Beteiligten ein weiteres Andauern des Austausches.

Dessen Programm war auch diesem Jahr wieder dicht gepackt. Nach der Ankunft der insgesamt 20 Dänen am Donnerstag fand eine Welcome-Party statt. Und am Freitag bestand bei der Draisinen-Tour nach Alverdissen ausreichend Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen und eine Landschaft zu genießen, die Dänemark nicht zu bieten hat. Das Altstadtfest wurde am, zum Glück trockenen, Abend heimgesucht. Am Sonnabend stand dann das gemeinsame Turnier auf dem Plan, bei dem sich alle mächtig ins Zeug legten, das traditionelle 1:1 zu erzielen. Die anschließende Party dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
Auch der Reden war es noch nicht genug. Wilfried Roloff, der Rinteln 1966 zunächst in Richtung Hamburg verließ und 1970 nach Kopenhagen ging, rief noch einmal die spannendsten, eindrucksvollsten, lustigsten Momente aus 10 Jahren in Erinnerung. Momente und Erlebnisse, die in den Köpfen seiner Zuhörer noch äußerst lebendig waren, zum schmunzeln anregten und Appetit auf mehr machten. Er dankte Walter Westermann, der 1992 den Kontakt auf deutscher Seite aufbaute und Volker Furchbrich, der diese Arbeit weiterführt.

In den vergangen 10 Jahren hat sich für die Badmintonspieler beider Vereine eines gezeigt: Sport verbindet. Doch was sich mittlerweile auf menschlicher Ebene entwickelt hat, ist vom Sport völlig gelöst. Freundschaften sind entstanden, die auch gepflegt werden, wenn keine Gruppenbesuche anstehen, Freundschaften, die sprachlichen Barrieren, Altersunterschieden und vielen Kilometern Entfernung trotzen. Sie sind mittlerweile das Herz des Austausches. Und so besteht zwischen HBK und VTR eben mehr als Partnerschaft. Aus Sportlern sind Freunde geworden. Auch für die nächsten 10 Jahre.

Stefan Engler