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Presseschau Juni 2003

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Waldfrieden

Das Original dieses Artikels erschien am 03. Juni 2003 in der

VT Rinteln sichert sich überlegen die Mannschafts-Wertung

Über 100 StarterInnen beim Waldfrieden-Pokal-Turnier

Traditionell leitet der TuS Germania Hohnhorst mit dem Waldfrieden-Pokal-Turnier den Ausklang der offiziellen Saison auch im Landkreis Schaumburg ein. Dabei scheinen die Hohnhorster vor allem für die Region Hannover besonders interessant zu sein, wie ein Blick in die Meldeliste zeigt. Doch auch die Schaumburger waren in diesem Jahr kräftig und vor allem erfolgreich mit von der Partie.

Am stärksten vertreten waren einmal mehr der Gastgeber und die VT Rinteln, doch auch der SVV Lauenau, der TSV Hagenburg, der TuS Jahn Lindhorst und die SG Eilsen/Bückeburg hatten einige heiße Eisen im Feuer. Im Einzel der C/D-Klasse spielte sich Marlies Athmer (Lauenau) bis ins Finale. Dank einer starken kämpferischen Leistung schaffte sie es, das Halbfinale nach verlorenem ersten Satz zu drehen, war aber gegen Bianca Lübbing (SG Eilsen/Bückeburg) chancenlos. Lübbing spielte ein überlegenes Turnier und wurde von den Gegnerinnen nicht zwingend gefordert. Doch das Fehlen einer A-Konkurrenz bei den Damen wird sie unter diesen Unständen nicht bedauern.

Im Doppel waren die Kräfteverhältnisse ebenfalls schnell geklärt. Bahlmann/Bußmann (Lindhorst) siegten überlegen vor Pinkernell/Zelt und Schmitz/Buße (alle Hohnhorst). Schließlich kamen Michael Recker/Marlies Athmer im Mixed auf einen guten dritten Platz und gaben sich den beiden vor ihnen platzierten Paarungen erst im dritten Satz geschlagen.

In der C-Klasse schlug dann die großen Stunde der VT Rinteln. Zunächst mussten sich Tim Krüger/Kathrin Franke mit dem dritten Platz im Mixed bescheiden. Sie waren im Halbfinale gegen die späteren Sieger ausgeschieden, rangen aber im kleinen Finale die Hohnhorster Carsten Grüning/Britta Kurok nieder. Im Damendoppel dominierten Stefanie Battefeld/Stefanie Aits die Konkurrenz nach Belieben. Scheinbar mühelos spielten sie sich durch das durchaus nicht schwach besetzte Feld und trafen im Finale auf die Hohnhorsterinnen Pfaffe/Pfaffe. Doch dieses Endspiel war äußerst einseitig und nach nur 15 Minuten zu Gunsten der Rintelner Paarung entschieden.

Das Herrendoppel wurde dann zu einer nahezu reinen Rintelner Angelegenheit. Tim Krüger/Lars Ottawa hatten auf ihrem Weg ins Finale gleich in der ersten Runde zu zittern, trafen sie doch auf die stark einzuschätzenden Brennecke/Jahnel. Brennecke hatte am Vortag die Einzelkonkurrenz für sich entschieden. Doch mit einer couragierten Leistung setzten sich Krüger/Ottawa durch und waren von diesem Zeitpunkt an nicht mehr zu stoppen. Sie schalteten vor allem die kreisinterne Konkurrenz Ihrke/Engler und Assing/Jacoby (Hohnhorst) aus und standen somit im Finale. In der anderen Turnierhälfte hatten Andreas Jeschke und sein Eilsener Partner und Einzelkreismeister Patrick Beißner ebenso wenig Mühe, sich durch das Feld zu spielen. Erst im Halbfinale wurde es gegen die Berenbosteler Sauerbrey/Frank eng, doch Jeschke/Beißner setzten sich letztlich durch. Das Endspiel war an Spannung nicht mehr zu überbieten. Über drei Sätze geben die Akteure das Letzte und ließen sich auch von den äußerst heißen Bedingungen in der Halle nicht beeindrucken. Den ersten Durchgang gewannen Krüger/Ottawa, brachen im zweiten allerdings leicht ein und mussten diesen Satz folgerichtig abgeben. Doch in Satz drei fanden sie zu ihrer gewohnten Sicherheit zurück und erspielten sich schnelle einen sechs Punkte Vorsprung, den sie bis zu Ende verteidigen und so das Turnier gewinnen konnten. Damit hatte die VT Rinteln auch genug Zähler auf dem Mannschaftskonto, um die Team-Wertung zu holen.


Siegerteam mit Ausrichter: (h.v.l.) Tim Krüger, Carsten Grüning vom TuS Germania Hohnhorst, Lars Ottawa, (v.v.l.) Stefanie Battefeld, Andreas Jeschke und Stefanie Aits

In der A-Klasse taten sich die Schaumburger etwas schwerer, konnten aber doch einige Titel einfahren. So siegten Kerstin und Silke Oldenburg im Damendoppel und auch im Mixed setzte Kerstin Oldenburg Zeichen. Gemeinsam mit ihrem Nienburger Partner René Scholing musste sich dabei allerdings mehr tun, als ihr lieb war. Denn bereits in der ersten Runde ging es über drei Sätze, in allen anderen Partien ebenfalls. Unter anderen schalteten Scholing/Oldenburg auf ihrem Weg ins Endspiele die Eilsener Beißner/Nacke aus. Das Endspiel gegen Migge/Kraetschmann war dann eine reine Zitterpartie, die im dritten Satz 17:16 endete - zu Gunsten von Scholing/Oldenburg. Beißner/Nacke besiegten im kleinen Finale die Hohnhorster Kiel/Pfaffe und kamen auf den dritten Platz.

Freuen konnte sich auch Ulf Fildebrand, lange Jahr einer der Aktivposten in Hohnhorst, den es aus beruflichen Gründen in den Süden zog. Doch einmal im Jahr betritt man gern wieder die alte Wirkungsstätte - umso besser, wenn dabei gleich der Sieg in der A-Klasse herausspringt. So war das Waldfrieden-Pokal-Turnier auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg und eine willkommene Gelegenheit, alte und nicht vergessenen Bekannte zu treffen. Badminton als Familienzusammenführung und eben nicht alles ganz Ernst.

Stefan Engler