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23. Rintelner Pokal Turnier

Das Original dieses Artikels erschien am 02. Juli 2003 in der

Geschwisterpaar Aits gewinnt im Mixed das kleine Finale

23. Rintelner Pokal Turnier mit über 200 Teilnehmern

Drei lange Tage harter Arbeit, eine durchwachte Nacht und als Lohn hochklassiges Badminton und der Dank von mehr als 200 StarterInnen. Die Veranstalter des 23. Rintelner Pokal Turnier der Badmintonabteilung der VTR leisteten auch in diesem Jahr wieder ganze Arbeit.

Allein warum werden sich nach dem Turnier wieder einige gefragt haben, denn die Belastungen, denen sich das Organisationsteam freiwillig aussetzt sind enorm. So stieß man auch in diesem wieder an die Grenzen des Machbaren, was den Zeitplan angeht. Keinem der Aktiven sollte zugemutet werden, für nur ein Match nach Rinteln zu kommen. So wurden in allen Disziplinen und Klassen zunächst Gruppenspiele organisiert, die allerdings den Zeitplan enorm streckten. Doch die StarterInnen, unter anderem aus Hamburg, Berlin und ganz NRW, dankte diese Entscheidung mit Badminton von höchstem Niveau.

Einmal mehr beeindruckten die Aktiven der Spielvereinigung Steinhagen. Sie nutzen das Rintelner Turnier seit einiger Zeit als Test für zukünftige Spieler. In diesem Jahre sollte Lukas Klacansky seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Der Tschechische Spitzenspieler gewann auch souverän die Einzelkonkurrenz, zeigte sich im Doppel der A-Klasse dann aber überrascht von einem stark aufspielenden Einheimischen. Denn Heiko Stark, nach seinem Gastspiel beim TSV Neustadt wieder an die Weser zurückgekehrt, spielte an der Seite von Stephan Burmeister (Maschen) ein tolles Turnier. Beide setzten sich in ihrer Gruppe zunächst deutlich durch und trafen dann im Halbfinale auf Klacansky und Christian Rudat, auch ein ehemaliger Rintelner, der jetzt in den Farben der Steinhäger aktiv ist. Stark/Burmeister drehten bereits im ersten Satz mächtig auf, gewannen diesen 15:10, mussten aber den zweiten Durchgang abgeben. Im hart umkämpften dritten Durchgang setzten sich dann Stark/Burmeister mit 15:9 durch, konnten das anschließende Finale dann leider nicht mehr bestreiten.

Auch die anderen Rintelner Doppel setzten sich nachhaltig in Szene. Im Damendoppel der A-Klasse zog Nina Nonnenberg mit Partnerin Stefanie Schaper (Rinteln/Neustadt) gleichsam mühelos ins Endspiel ein, war hier aber gegen Jan Bühl/Ina Behrens unterlegen. Die starke Vorstellung der Schaumburger Damen komplettierten in dieser aus A und B gemischten Klasse die Hohnhorsterinnen Kerstin Oldenburg/Sandra Pfaffe, die vor den Rintelnerinnen Stefanie Aits/Stefanie Battefeld auf den dritten Rang kamen.

Im Herrendoppel B zeigten sich Sven Aits und Tim Krüger von ihrer besten Seite. Sie setzten sich in allen Gruppenspielen souverän durch und zeigten auch in der Endrunde keine Schwächen. Im Halbfinale bezwangen sie die zuvor favorisierten Hamburger Spieczak/Ellebrecht klar in zwei Sätzen, mussten sich dann allerdings den Seelzern Migge/Mai geschlagen geben.

In der C-Klasse kämpften die Rintelner Youngster um Punkte. Hans Taube/Andres Westermann erwischte nach ihrem zweiten Platz in der Gruppe ein hartes Los für das Viertelfinale, konnten sich aber in drei spannenden Sätzen gegen Gießelmann/Kaiser (Bad Oeynhausen) durchsetzten. Das Halbfinale gegen die späteren Sieger Leuschner/Schönher (Hamburg) mussten sie dann allerdings klar abgeben, bevor sie sich im kleinen Finale noch auf das Treppchen spielten. Auch die Damen waren in dieser Klasse erfolgreich. Doris Westermann/Brigitte Brakemeier erkämpften sich wahrsten Sinne des Wortes den dritten Platz, nachdem sie das Halbfinale deutlich verloren hatten. Erst im dritten Durchgang hatte sie mit 17:15 das bessere Ende gegen Franke/Lachmann (Langenhagen).

Im Gemischten Doppel der B-Klasse erspielten sich Sven und Stefanie Aits eine hervorragende Ausgangsposition. Nach den Gruppenspielen auf Rang eins trafen sie im Halbfinale auf Ellebrecht/Wagener (Hamburg), hatten aber schon im ersten Satz Probleme mit ihren Gegnern. 9:15 lautet das Ergebnis dieses Satzes. Die Geschwister mussten sich also steigern, wollten sie doch ins Endspiel. Der zweite Durchgang ging dann auch mit 15:8 an die Rintelner. Ihre Leistung konnten sie auch für den Entscheidungssatz konservieren, die Hamburger steigerten sich und setzten sich letztlich denkbar knapp mit 17:16 durch. Mit reichlich Wut im Bauch traten Aits/Aits dann im kleinen Finale an, das die Schaumburger unter sich ausmachten. Denn Patrick Beißner/Kerstin Oldenburg (Bad Eilsen/Hohnhorst) waren in ihrem Halbfinale ebenfalls in drei Sätzen unterlegen. Aus der Wut der Rintelner entwickelte sich schnell ein hervorragendes Spiel und Aits/Aits sicherten sich mit 15:6/2 den dritten Platz.


Sven Aits landete im Mixed mit seiner Schwester Stefanie auf dem dritte Platz.

Das Mixed der C-Klasse versprach ebenfalls eine gute Bilanz der Schaumburger. Auch hier standen mit Walter Beißner/Doris Kirstein (Bad EIlsen/Rinteln) und Sebastian Kolbach/Angelika Peddinghaus (Langenhagen/Rinteln) zwei Paarungen im Halbfinale. Erstgenannte konnten sich hier durchsetzten, die andere Paarung musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. Beißer/Kirstein konnten sich aber nicht lange über ihren Erfolg freuen, denn im Finale gegen Rheinländer/Arendt (Hannover) waren sie unterlegen und hatten keine Chance, die Partie für sich zu entscheiden.

In der Einzelbilanz lief es für die Rintelner nicht so gut. Allein Tim Krüger schaffte den Einzug in die Endrunde er stark besetzten B-Klasse und kam dort durch druckvolles aber auf trick- und variantenreiches Spiel bis ins Finale. Hier allerdings musste er den Strapazen der Vorrunde Tribut zollen. Gegen Andreas Bordis (Wehen) spielte Krüger zwar fabelhaft mit. Es gelang ihm aber nicht, sich entscheidend abzusetzen und so gab er das Match und den Titel knapp 10/13:15 ab.

Mit diesen Ergebnissen zeigten sich die Aktiven der VTR bereits jetzt gut gewappnet für die bevorstehende Saison in der Verbandsklasse. Die Gegner zu fürchten braucht man in jedem Fall nicht.

Stefan Engler