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Presseschau September 2003

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Das Original dieses Artikels erschien am 10. September 2003 in der

Perfekter Saisonauftakt für Rintelner

Eike Westermann glänzt mit Rang drei in Niedersachsen / Heiko Stark für B-Rangliste qualifiziert

Besser hätte die Saison nicht starten können. Trotz eines reichlichen Trainingsrückstands durch die Sommerferien spielte Eike Westermann eine herausragende NBV-A-Rangliste, bei der er nur eine Partie abgeben musste.

"Ich hatte etwas Startschwierigkeiten", meinte Westermann nach der Erstrundenpartie gegen Uwe Pawelleck (Wettbergen). Tatsächlich verlief der erste Durchgang nicht ganz nach Plan, doch nachdem diese Hürde mit 15:8 genommen war, fand der junge Rintelner zu seinem gewohnt sicheren Spiel. 15:8 gewann er so dem zweiten Durchgang, um dann aber auf den klaren Turnierfavoriten und späteren Sieger Björn Zeysing (Lüneburg) zu treffen. "Ich sparte meine Kräfte schon für die nächste Runde", gab Westermann zu. Und diese Strategie sollte sich auszahlen.

Denn in der Trostrunde wurde Eike zum Schrecken der Etablierten. Die ersten Partien waren Formsache, doch mit Drittrundengegner Hennig Zannsen drohte das endgültige aus. "Henning hatte zuvor schon einige Dreisatz-Matches in den Knochen, aber er ist ein Kämpfer, der keinen Ball verloren gibt" - Westermann musste sich also ins Zeug legen. Mit maximalem Einsatz und dank seiner herausragenden Schlagsicherheit und Spielübersicht schaffte Westermann den 15:6/10-Sieg und zu in das Finale der Trostrunde ein. Hier traf er auf den athletisch überlegenen Stefan Burmeister (Lüneburg). Eike veränderte gegen den Ausdauerspieler seine Taktik. Statt langen und sicheren Ballstafetten setzte er auf konsequent schnelles Angriffsspiel - mit Erfolg.

Durch den abschließenden Sieg über Burmeister schaffte Eike Westermann mit Rang 3 die beste Platzierung bei einer A-Rangliste überhaupt. Man darf gespannt sein, zu welchen Leistungen er mit etwas mehr Training auf Norddeutscher Ebene fähig sein wird.

Diese will auch Heiko Stark wieder erreichen. Nach seiner Rückkehr an die Weser wies sein Konto in der NBV-Rangliste allerdings nicht genug Punkte auf, um direkt ganz oben einzusteigen. Der lange Weg über die Qualifikationsmühle steht ihm also bevor. Doch die erste Hürde ist genommen. Mit Rang vier auf der C-Rangliste empfahl sich Stark wie erwartet für höhere Aufgaben. Erst in der dritten Hauptrunde fand er im späteren Turniersieger Nils Lemke seinen Meister. Mehr war dann für ihn nicht zu tun, um den vierten Rang zu sichern. Die Qualifikation verpasst haben dagegen Lars Ottawa und Sven Aits. Ottawa stieg nach dem zweiten Spiel aus, weil seine Knieverletzung wieder aufzubrechen drohte, Aits gab gleich in der ersten Runde sein Spiel ab. Danach wechselten Siege und Niederlagen. Mit den Rängen 12 für Ottawa und 14 für Aits kann man allerdings zufrieden sein. Für die Punktspiele ist man in Rinteln in jedem Fall gewappnet.

Stefan Engler