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Presseschau Juni 2005

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Waldfrieden Pokal Turnier

Das Original dieses Artikels erschien am 09. Juni 2005 in der

Stefanie Aits wird der Favoritenrolle gerecht und gewinnt Einzel und Mixed

125 Meldungen: Rekordbeteiligung beim "Waldfried-Pokal-Turnier" in Hohnhorst

(se). Mit 125 Meldungen hat das Waldfrieden-Pokal-Turnier des TuS Germania Hohnhorst einen Trend beendet. Anderenorts ist die Teilnahme an Turnieren rückläufig - in Hohnhorst traten 20 Prozent mehr Starter an. Was für etliche zur Folge hatte, dass sie bereits nach einer Partie zum gemütlichen Teil übergehen konnten, denn bei einem so prall vollem Feld war ein einfaches K.o.-System angesagt.


Überraschend starke Zweite: Mirja und Andreas Jeschke von der VT Rinteln. Foto: se

Die Schaumburger ließen sich davon aber nicht einschüchtern. Sie schnappten sich vier Titel und waren in einigen Klassen gar die einzigen, die das Podium betreten durften.

Im Feld der Damen war die Turnierleitung um Matthias Blume und Thomas Jacoby allerdings gezwungen, einzelne Spielklassen zusammen zu legen. Im Einzel setzte sich dann erwartungsgemäß Stefanie Aits von der VT Rinteln durch, dies aber nicht so deutlich, wie es die Papierform erwarten ließ. Denn Andrea Schröder aus Hohnhorst redete im Kampf um den Sieg ein gehöriges Wörtchen mit. Nach ihrer Babypause wieder dabei, nahm sie der Rintelnerin immerhin einen Satz ab und gestaltete die Partie ausgeglichen. Am Ende hatte Aits die Nase knapp vorn. Was ihr im Doppel nicht gelingen sollte. Denn in einem absolut gleichwertig besetzten Feld gewann sie an der Seite von Stefanie Battefeld zwar zwei ihrer drei Matches, doch die Auszählung der Punkte brachte die Neustädter Konow/Kraetschmann vor den Rintelnern auf den ersten Platz.

Im Mixed zeigte Stefanie Aits dann aber wieder ihre ganze Klasse. Gemeinsam mit ihrem Bruder Sven hatte sie in dieser Disziplin eine überragende Saison hingelegt, die mit dem unangefochtenem Erfolg in Hohnhorst ihr vorläufiges Ende findet. Die beiden siegten ohne Satzverlust, trafen im Endspiel allerdings auf eine Überraschungspaar. Denn Mirja und Andreas Jeschke, ebenfalls von der VT Rinteln, waren eigentlich nur zum Spaß angetreten. Nach verpatztem Einzel war es vor allem Andreas Jeschke, der über sich hinaus wuchs und ein taktisch wie kämpferisch starkes Mixed spielte. Die Routine seiner Frau brachte auf dem Weg ins Finale schließlich zwei Mal den Ausschlag im Entscheidungssatz - für eine ebenso starkes Endspiel fehlte dann aber die Kraft.

Das Mixed der C-Klasse war ebenfalls fest in Schaumburger Hand. Gleich drei Paarungen von der SG Eilsen/Bückeburg waren angetreten, den Titel zu holen, doch vorn waren schließlich andere. Zwar schafften alle Mixed der SG den Einzug ins Halbfinale, doch für Künnecke/Wehrmann war hier Endstation. Denn Sandra und Matthias Paffe aus Hohnhorst waren deutlich die stärkeren. Seine Reichweite und Übersicht gepaart mit ihrer Schnelligkeit und Kampfkraft machten den Unterschied. Und dieser sollte sich auch im Finale gegen Bianca Lübbing und Patrick Beißner bezahlt machen. Drei spannende Sätze brachte das letzte Spiel des Sonnabends, der dritte Satz ging schließlich mit 15:13 an die Hohnhorster.

Ein Titel sollte für die SG aber doch herausspringen. Patrick Beißner und Sebastian Dörjes hatten am frühen Sonntagmorgen die Enttäuschung vom Vorabend gut verdaut. Nach zwei leichten Vorrundensiegen dann aber das harte Los. Frank Grabowski und Matthias Pfaffe aus Hohnhorst gewannen den ersten Durchgang 15:13. Für die SG´ler bahnte sich erneut das Aus gegen eine Paarung des Gastgebers an. Doch Beißner/Dörjes drehten jetzt richtig auf und den Spieß um. Satz zwei ging mit 15:3 klar an sie und der Entscheidungssatz war dann Formsache. So motiviert waren sie auch im Finale nicht zu schlagen.

Die Herreneinzel brachten dann keine Titel mehr ins Schaumburger Land. Und trotzdem eine Überraschung. Denn mit Rainer Wötzel von TuS Jahn Lindhorst stand ein Außenseiter im Finale.

Stefan Engler